Schreibwettbewerb September Finalisten – Franziska Keck

Die dritte Geschichte, aus dem Finale des Schreibwettbewerbs im September.


Das Schicksal in den Sternen

Ich mag den Strand und das Meer. Hier am Boardwalk,der Strandpromenade von Venice Beach, ist immer etwas los. Vor allem um diese Tageszeit. Jetzt, wo die Sonne nicht mehr ganz so heiß auf die Köpfe der Besucher brennt, sind viele aus ihren klimatisierten Hotel- und Wohnzimmern gekommen, um die Brise und die Atmosphäre am Strand zu genießen. Die Strandbars in wenigen Metern Entfernung zueinander sind alle gut besucht und man hört von allen Seiten Musik und Gelächter. Es erscheint einem fast wie eine riesige Familie, die an einem Tisch zusammensitzt.

Ich schlendere gemütlich über den Strand zu meiner Arbeitsstätte, der Cody’s Bar, inmitten des weißen Sandes. Schon von weitem höre ich das tiefe Brummen von Codys Lachen und kann mir ein breites Grinsen nicht verkneifen.

„Du solltest dir ein anderes Gelächter aneignen, Boss. Du vergraulst die Kunden, weil sie denken, sie haben einen Bären vor sich.“

Er wirbelt herum, mustert mich kurz mit einem abschätzigen Blick, bevor er mir eines seiner berühmten Ohnmacht-Lächeln schenkt. Dieser Typ ist eine Augenweide. Groß, gut gebaut und mit haselnussbraunen Augen, die von dichten dunklen Wimpern umrahmt werden, die exakt dem Dunkelbraun seiner halblangen Haare entsprechen. Schon seit drei Jahren betreibt er diese Bar hier und ich weiß, dass ein Großteil der Frauen, die hier ihre Cocktails holen, nur wegen ihm herkommen.

Schade nur, dass er so gar nicht auf Frauen steht.

„Holla, Honey, nicht ganz so frech! Du weißt genau, dass mein Gelächter der Schlüssel zu meinem Erfolg ist.  Neben gewissen anderen … körperlichen Attributen.“ Cody wackelt anzüglich mit den Augenbrauen und macht im gleichen Moment eine eindeutige Bewegung mit seinen Hüften.

Ich verdrehe die Augen. „Schade nur, dass niemand so wirklich in den Genuss deiner anderen „körperlichen Attribute“ kommt, nicht wahr?“

Dieser Schlagabtausch ist nichts Neues bei uns und er gibt mir jedes Mal das Gefühl, genau da zu sein, wo ich hingehöre. Cody gehört zu meiner Familie.

„Zieh dich endlich um! Ich bezahle dich nicht für’s Rumstehen, Zicke!“ Er verdreht gespielt theatralisch die Augen und scheucht mich mit einer reichlich unmännlichen Geste aus seinem Blickfeld. Ich salutiere zackig, bevor ich meine Tasche in den kleinen Hinterraum schaffe, in dem auch mein Arbeitsoutfit hängt: Ein weißes Top mit der Aufschrift Cody’s. Schnell streife ich den Stoff über mein Bikinioberteil und schließe den Spind ab.

„Na endlich! Dass ihr Studenten aber auch immer so lange braucht!“ Sein tiefes Lachen schallt mir entgegen und ich postiere mich neben ihm, während er mir einige Instruktionen gibt.

„Im The Brig startet heute Abend ein Konzert, sodass die ganzen Besucher gegen elf, zwölf nach draußen stürmen und natürlich durstig sind und weiterfeiern, mach dich also auf Arbeit gefasst. Jane kommt gegen um zehn, du bist nicht allein. Aufgefüllt hab ich alles, was irgendwie leer werden könnte, da dürftest du auch keine Probleme haben. Ihr macht das schon.“ Er klopft mir väterlich auf den Rücken, bevor er seine Schürze abnimmt und sich seine DJ-Tasche schnappt.

„ Wir sehen uns morgen. Viel Spaß!“ Und weg ist er.

Ich sehe ihm kopfschüttelnd hinterher und begutachte meine Umgebung. Im Moment sind alle Gäste versorgt und niemand scheint durstig sein zu müssen. Zugegeben, es ist erst acht Uhr abends, da ist noch nie viel los. Also schnappe ich mir mein Schulbuch von der Uni und schlage es auf der Seite des Themas auf, das wir gerade behandeln. Das Rauschen des Meeres ist ein schönes Hintergrundgeräusch und bald tauche ich ab.

„Interessante Lektüre?“ Die tiefe, wohlklingende Stimme reißt mich aus meiner Konzentration und mein Kopf ruckt nach oben. Das erste, was mir auffällt, sind seine unglaublich grünen Augen. Hellgrün. Aber so strahlend, dass sie fast blenden. Dann sein breites Grinsen, als er bemerkt, dass er mich aus meinen Gedanken gerissen hat.

Ich schlucke kurz.

„Entschuldigung, ich wollte dich nicht erschrecken.“ Elegant lässt er sich auf einen der Barhocker sinken und stützt seine Unterarme auf dem Tresen ab. Schöne Unterarme, wie mir auffällt. Muskulös, gebräunt und von Venen durchzogen. Ich gehöre definitiv zu den Frauen, die eine Schwäche für diesen Anblick haben. Sie lassen Männerarme irgendwie … männlicher erscheinen.

Als ich den leichten Erhebungen mit den Augen folge, fallen mir die Tattoos auf und sofort bin ich noch faszinierter. Dunkle Schliere und unidentifizierbare Buchstaben  verteilen sich über beide Seiten.

„Gefallen sie dir?“ Wieder reißt mich seine Stimme aus meinen Gedanken und ich räuspere mich verlegen.

„Ja, sie sind ganz schön. Was darf’s denn sein?“ Ich versuche, ihm ins Gesicht zu blicken, um einen weiteren peinlichen Moment zu umgehen, doch das funktioniert nicht ganz, denn sogar sein Gesicht scheint perfekt. Markant, männlich, mit einem leichten Bartschatten auf den Wangen und am Kinn. Fast hätte ich aufgeseufzt.

„Für’s erste nehme ich eine Cola, bitte.“ Diesmal zwinkert er mir verschmitzt zu und ich mache mich an die Arbeit. Glücklicherweise ohne große Zwischenfälle.

„Danke. Und? War es denn nun interessante Lektüre?“ Er lehnt sich etwas zurück und mustert mich interessiert.

Ich hebe das Buch an, um ihm den Titel zu zeigen.

„“Mit-Menschen – Auf dem Weg zur Weltgemeinschaft“. Du kannst mir also wahrscheinlich dankbar sein. Das klingt nach sehr viel kompliziertem Text.“

Diesmal muss ich sogar lachen. „Stimmt ganz genau. Ich bin Allie.“

„Schön, dich kennenzulernen, Allie. Ich bin Mitch. Welchen Cocktail kannst du mir denn empfehlen, wenn ich schon mal hier bin?“

„Theoretisch alle. Aber wenn ich dich so ansehe, passt vielleicht am besten ein Banana Blue. Der hat die gleiche Farbe wie deine Augen.“ Im selben Moment hätte ich mir auf die Zunge beißen können oder wäre am liebsten im Erdboden versunken. Das habe ich nicht wirklich gerade gesagt. Doch nach seiner Miene zu urteilen und dem Glitzern, das in seine Augen tritt, hat er es sogar gehört.

„Weißt du was? Ich habe Zeit. Und deswegen werde ich so lange jeden Cocktail von dir probieren, bis du Feierabend hast.“

„Da wirst du aber ordentlich zu tun haben. Ich habe die Spätschicht, also bin ich bis mindestens eins, wenn nicht gar länger, hier.“ Nur für den Fall, dass er noch etwas vorhaben sollte. Was ich nicht hoffe.

Doch er nickt nur. „Kein Problem, ich habe Zeit, wie gesagt.“

Gut, scheint also kein Hindernis zu sein.

„Dann bekommst du jetzt deinen ersten Cocktail.“

Zwei Stunden, drei Cocktails und lustige Anekdoten aus unseren Leben später, taucht meine Kollegin Jane auf. Sofort bemerkt sie, was ich da an Land gezogen habe.

Mitch wirft ihr kurz einen Blick zu, doch meine Befürchtung, er könne auch ihr sofort nachsteigen, erweist sich glücklicherweise als unbegründet. Denn auch wenn ich es nur ungern zugeben würde, aber ich mag Mitch und seine lustige, lockere und fröhliche Art. Er ist der typische Beachboy und auch sein Körper, der sich unter dem leichten Muscle-Shirt und der Surfershorts zu verbergen scheint, unterstreichen diesen Eindruck.

„Sag mal, Baby, wenn du jetzt eine Vertretung hast, können wir dann verschwinden? Ich muss dir unbedingt etwas zeigen.“ Nach drei Cocktails scheint er noch völlig nüchtern zu sein, zumindest bemerke ich keine Anzeichen des Alkohols. Auch seine Augen sind klar.

Ich will ihm schon erklären, dass das leider nicht geht, da wir später wahrscheinlich einen größeren Andrang an Kunden bekommen, doch Jane ist schneller als ich.

„Ja, könnt ihr. Ich halte die Stellung.“ Sie zwinkert mir zu und schiebt mich regelrecht aus dem Weg.

„Aber das Konzert ..!“, werfe ich ein. „Damit komme ich klar. Es gibt genügend Bars in der Nähe, das wird sich verteilen. Zieh dich um und verschwinde endlich! So eine Chance bekommst du nicht nochmal!“ Beschwörend sieht sie mich an und grinst.

„Allerdings will ich dann Einzelheiten. Das, was ich gesehen habe bis jetzt, muss wirklich zum Anbeißen sein.“ Wir kichern wie Schulmädchen und ich gebe mich geschlagen. Sie hat Recht. So eine Möglichkeit habe ich nicht oft und Mitch scheint wirklich nett zu sein. Also springe ich schnell nach hinten, werfe das Top fast in den Spind und ziehe mir das leichte Strandkleid über, das ich auf dem Hinweg anhatte.

Wieder vorn, greift Mitch nach meiner Hand und zieht mich dicht an seine Seite. Nach einem dankbaren Blick für Jane von ihm und einem lautlosen Danke und einem Luftkuss von mir gehen wir gemeinsam über den Strand.

„Was möchtest du mir denn zeigen?“, frage ich neugierig, doch er hält bereits vor einem Auto. Es ist schwarz wie die Nacht und sieht aus wie ein Oldtimer.

„Dafür müssen wir ein kurzes Stück fahren. Würdest du das übernehmen? Ich habe drei überaus gute Cocktails von einer überaus heißen Schönheit serviert bekommen und möchte nicht riskieren, diese Schönheit in Gefahr zu bringen.“ Er reicht mir den Schlüssel und öffnet mir die Fahrertür. Ich sehe ihn entgeistert an. „Das ist ein 68er Fastback. Ein Mustang. Und du lässt eine völlig Fremde dieses Auto fahren?“ Für einen kurzen Moment scheint er überrascht, dann lacht er leise.

„Ich lasse eine nicht ganz so Fremde, die Ahnung von Cocktails und guten Autos hat, hinter das Steuer meines Babys, weil ich weiß, dass sie es so behandelt, wie ich es tun würde.“ Er streicht mit einer Hand fast bedächtig über die schwarz schimmernde Motorhaube, die die Lichter der Umgebung spiegelt und unwillkürlich frage ich mich, wie sich eine solche Berührung wohl anfühlen würde. Ich erschauere leicht.

„Du bist völlig verrückt“, murmele ich, aber steige in den Wagen und lasse die Hand über das matte Lenkrad und das helle Leder der Sitze gleiten. Es fühlt sich alles so weich und zart an.

Als Mitch neben mir auf den Beifahrersitz landet und das sieht, erhellt ein Strahlen sein Gesicht. „Wusste ich es doch …“, gluckst er.

„Dachtest du, ich hätte keine Ahnung von einem tollen Auto, wenn ich es sehe?“ Meine Stimme ist herausfordernd und schnippisch, ich will ihn ein wenig aus der Reserve locken.

„Du hast genauso reagiert, wie ich geplant habe.“

„Du hast das geplant? Bist du vielleicht doch ein Serienmörder, der Frauen in sein Auto lockt? Gespielt schockiert halte ich mir eine Hand an die Brust, kann mir allerdings ein Grinsen nicht verkneifen.

„Vielleicht? Das wirst du herausfinden, wenn du jetzt losfährst.“ Sein Lachen erfüllt das Innere des Wagens, als ich den Zündschlüssel im Schloss herumdrehe und den Gang einlege.

„Wohin?“ Ich bin unglaublich neugierig inzwischen. Wo könnte er mit mir abends in der Dunkelheit hinfahren wollen? Vieles innerhalb von Los Angeles habe ich bereits gesehen, aber wegen des Studiums und dem Job an der Bar bin ich noch nicht wirklich außerhalb der Stadt gewesen.

Nun ja, bis auf das Hollywood-Zeichen. Das war das Erste, was ich mir angesehen habe.

„Fahr einfach auf die I-10 bis ich sage, dass du abfahren sollst.“

Ich nicke und eine Weile fahren wir schweigend vor uns hin. Es ist nicht mehr so viel los wie tagsüber, sodass ich mich entspannt zurücklehnen kann.

„Was machst du eigentlich beruflich?“, frage ich ihn irgendwann neugierig und wende ihm kurzzeitig den Kopf zu. Dabei sehe ich wieder seine Zähne aufblitzen, als er lächelt.

„Ich bin Personal Trainer. Ein ziemliches Klischee am Venice Beach, ich weiß, aber ich liebe Sport und warum nicht das auch beruflich ausleben? Meine Kunden sind auch eher die, die bereits gut in Form sind und nur noch den letzten Schliff brauchen. Ich bin keiner, der nach der Pfeife reicher und gelangweilter Ladys tanzt.“

Daher also dieser wohlproportionierte Körper. Hätte ich mir ja denken können.

„Und wie alt bist du?“

„Ich bin noch 25, aber nicht mehr lang. Nächste Woche habe ich Geburtstag.“ Er verlagert sein Gewicht und sieht nun mich an.

„Was machst du, wenn du nicht gerade Cocktails in einer Bar servierst?“ Seine Stimme klingt neugierig und ich sehe echtes Interesse aufblitzen.

„Ich bin mitten im Studium. Generale, vorläufig, weil ich noch nicht ganz genau weiß, was ich machen möchte.“ Er brummt nachdenklich. „Das kenne ich. Wusste ich auch bis vor zwei Jahren nicht.“ Dann ist wieder eine Weile still, bis ich das Kommando bekomme.

„Fahr die nächste Abfahrt runter und dann gleich rechts.“ Ich nicke.

„Verrätst du mir nun, was du mir zeigen willst?“

„Du wirst dich noch einen Moment gedulden müssen. Jetzt hier lang.“ Sein ausgestreckter Finger zeigt auf eine Einfahrt, die im Dunkeln kaum zu erahnen ist. Plötzlich bekomme ich Panik und verkrampfe meine Finger um das Lenkrad. Mitch scheint das zu bemerken.

„Keine Sorge, ich will dir nichts tun, wirklich. Aber du meintest nach dem zweiten Cocktail vorhin, du wärst noch nicht wirklich aus L. A. rausgekommen, also dachte ich, ich zeige dir meinen Lieblingsplatz.“ Ich spüre seine Hand auf meinem Arm, die beruhigend über die nackte Haut streicht. Sofort bildet mein Körper eine Gänsehaut und ich entspanne mich etwas.

Der Weg holpert ein bisschen und man spürt eine stetige Steigung, doch irgendwann gibt er mir ein stummes Zeichen, anzuhalten.

Als ich den Motor abstelle und nur das Licht der Scheinwerfer die Umgebung erhellt, spüre ich seine Anwesenheit überdeutlich neben mir und die Spannung baut sich kontinuierlich auf. Doch bevor sie sich entladen kann, öffnet er seine Tür und steigt aus. Ich folge ihm zögerlich.

„Ich bin hier immer hergekommen, wenn ich mal meine Ruhe vor der schnellen und lauten Stadt brauchte. Hier oben ist alles so winzig und friedlich.“ Er dreht sich lächelnd zu mir um und streckt eine Hand aus.

„Na komm, Allie. Ich tue dir wirklich nichts. Komm her.“ Ich ergreife sein Angebot und er zieht mich an sich, bevor er mit mir ein paar Schritte nach vorn macht. Wir sind auf einem kleinen Berg, nicht weit von Los Angeles entfernt. Und doch könnte die Stadt gerade nicht weiter weg sein. Ich höre zwar das geschäftige Treiben und sehe das Licht, aber es lässt sich ganz leicht ausblenden in dieser Umgebung. Ich muss nur die Augen schließen und schon verflüchtigen sich die Geräusche und passen sich den Naturgeräuschen an. Nur hin und wieder sticht etwas heraus und man kann ein Hupen oder die Sirene eines Rettungswagen hören.

Ich atme tief die erstaunlich klare Nachtluft ein und fröstele etwas. Am Strand mag das Kleid ausreichend sein, doch hier oben ist es etwas frisch.

Mitch scheint das zu merken, denn er zieht mich unwillkürlich fester an sich und legt den Arm um meine Schultern. Er ist im Gegensatz zu mir warm wie eine Heizung im Winter.

„Spürst du das? Diese Ruhe? Sie überträgt sich sofort auf dich“, flüstert er leise.

Ich nicke nur. Zu schön ist dieser Moment, um zu sprechen.

Wir stehen einige Minuten schweigend am Rand, bevor er wieder das Wort ergreift.

„Das Beste hast du noch gar nicht gesehen. Dafür müssen wir allerdings zum Auto zurück.“ Ich schaue ihn fragend an, doch er zieht mich einfach nur neben sich her und bleibt direkt vor der Motorhaube stehen, dort, wo der Kühlergrill angebracht ist.

„Hoch mit dir.“ Seine Hände greifen um meine Taille und heben mich auf das kühle Blech, bevor er sich behände neben mich setzt und zurücklehnt, sodass er mit dem Oberkörper auf der Scheibe liegt. Dann breitet er einen Arm aus.

„Falls du möchtest. Die Überraschung ist da oben.“ Er nickt in Richtung Himmel und mein Blick folgt ihm. In Sekundenbruchteilen bleibt mir der Mund vor Erstaunen offen stehen, ich kann mich gar nicht sattsehen.

Sterne.

Nichts als Sterne. Helle, dunkle, nah beieinander liegende und weiter entfernte. Der Himmel ist fast weiß.

Ehrfürchtig stoße ich ein „Wow!“ aus und lasse mich nach hinten in seine Arme sinken.
„Weißt du, wann ich das letzte Mal Sterne gesehen habe?“, flüstere ich und drehe den Kopf in seine Richtung. Er blickt mich an, lächelt. „Sicher ist das ziemlich lange her. Umso besser, dass du jetzt hier bist.“ Dann zögert er einen Moment, mustert mich und lässt seinen Daumen über meine Wange gleiten.

„Aber keiner dieser Sterne dort oben  ist so schön wie du.“

Dann küsst er mich. Und es ist der schönste, romantischste und sanfteste Kuss, den ich je bekommen habe. Wir vergessen völlig die Zeit um uns herum, küssen und halten uns eng umschlungen.

Erst nach mehreren Minuten lösen wir uns voneinander und sehen uns an. Ich bilde mir sogar ein, ein paar der Sterne spiegeln sich in seinen Augen.

So oder so: Es sind die schönsten Augen, die ich je gesehen habe. Und ich habe so das dumpfe Gefühl, dass ich sie von nun an öfter ansehen und genießen darf.

ENDE

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