Rezension „Ein Rockstar für Mylady (Catch the Millionaire 4)“ von Lisa Torberg

Cover
Das Cover zum 4. Band der Catch the Millionaire Reihe unterscheidet sich deutlich von seinen Vorgängern. Persönlich hätte es mir besser gefallen, wenn er sich mit in die Reihe der witzig dargestellten Frau mit Schleifchenzopf eingereiht hätte. Somit hat es eben einen Alleinstellungsmerkmal.
Protas
Norma, Lady Norma-Jeane Montague, erfolgreiche Designerin von Männermode, versucht ein einigermaßen geregeltes Leben fernab ihres Adelsstandes zu führen. Nur so einfach ist das nicht. Denn Ihr Name ist Programm: er verspricht nicht nur, er hält es auch; sei es auch nur optisch. Da ist sie eine Wucht. Blaue Augen, blonde Lockenmähne. Der Traum vieler Männer. Doch was niemand weiß, sie hat sich verliebt. In ein Lied, in eine Stimme, in einen Rockstar, ohne ihn jemals persönlich kennen gelernt zu haben. Doch sie weiß genau, er ist der Richtige.
Mason Mansfield, aufgewachsen in einem Heim, kann nun durch seinen musikalischen Erfolg ein Leben ohne Sorgen führen. Könnte. Doch so einfach ist es nicht. Immer hinter einer Maske aus Makeup, seiner legendären Brille und Klamotten, zeigt er nach Außen nur ein Bild, was aber letztendlich nicht ihn widerspiegelt. Wer ist dieser Mason? Dieser geheimnisvolle Mann, mit der Stimme, die unzählige Frauenherzen höher schlagen ässt? Glücklicherweise ist er nicht abgehoben und sich seiner Herkunft bewusst, was er auch tatkräftig unterstützt. Doch etwas fehlt in seinem Leben.
Schreibe & Inhalt
Eine leichte Schreibweise, untermalt mit dramatischen Szenen, lassen den Leser von verschiedenen Perspektiven die Geschichte erleben. Genau das macht dieses Buch sehr interessant. Ob es die Schwärmereien sind, Ängste oder auch die dargestellte Dramatik. Hier gelingt der Autorin ein guter Spagat, es nicht langweilig werden zu lassen.
Norma versucht heimlich, nicht nur als Kandidatin der Catch the Millionaire Show teilzunehmen, sie ergattert einen der besten Plätze bei einem Konzert in der ersten Reihe in der Royal Albert Hall und erhofft sich hier einen Moment mit Mason.
Leider wird dieser Auftritt mit einem Drama begleitet.
Mit Hilfe ihrer besten Freundin Gillian, die zudem die Chefin der Show – Catch the Millionaire ist, und immer ein Ohr für sie hat, versucht sie über diesen Herzschmerz hinweg zu kommen. Doch manchmal muss Frau selbst ran. ….
Spannungsbogen
Von Anfang an nimmt das Buch seinen Leser mit, zieht es in seinen Bann. Es fesselt, lässt ihn mitleiden, auf Detektivarbeit gehen. Bis fast zum Schluss darf der Leser nicht nur mitleiden und hoffen, nein, auch das dargestellte Drama und die daraus resultierenden Folgen wollen ihn nicht los lassen. Wir werden indirekt auch zu Detektiven in der Story.
Taschentuchfaktor
Die waren jetzt nicht unbedingt nötig. Diese Geschichte ist eine leichte, die nicht auf das große Tränenkino abzielt.
Erotikfaktor
Hier würde ich es eher Romantikfaktor bezeichnen. Das Knistern der Protas ist auf jeden Fall zu spüren. Die Momente, in denen die Zeit still zu stehen schien, wunderbar beschrieben.
Minisnippet
…Er wüsste jetzt, wie sie riecht, wie sich ihre Hände anfühlen –  denn die hätte er sofort in seine genommen -, und er würde ihren Namen kennen. Nicht einen Moment zweifelt er daran, dass dieser erste intensive Augenkontakt nur der Beginn von etwas Besonderem war. …
… Vielleicht hätte er sie sanft geküsst – auf die Stirn. Aber diese erste gemeinsame Nacht stellt er sich romantisch vor. Zwei sensible Menschen, die auf emotionaler Ebene miteinander verbunden sind und dieses Gefühl auskosten. Denn sie haben alle Zeit der Welt, um sich in jeder Hinsicht zu erforschen und kennenzulernen.
Das war sein Gedanke, sein Wunsch, der in eine Hundertstelsekunde komprimiert in seinem Kopf entstand, als er für sie sang. My Darling
… „Bisher war ich niemandem Rechenschaft schuldig, außer mir selbst. … Aber hier geht es nicht mehr nur um mich, sondern um uns. Du bist jetzt ein Teil von mir, my Darling, und ich einer von dir, wenn du es nur willst. Und das bedeutet, dass wir beide nichts tun werden, um uns in Gefahr zu begeben.“ …
Fazit
Eine schöne leichte Geschichte, die vom Alltag abholt, ohne lange Vorarbeit leisten zu müssen. Man ist sofort in der Geschichte drin. Wunderbares Popcornkino im Kopf, wo man als Leser mit einem Seufzer und zufrieden das Buch schließt und abschließend sagt, alles wird gut.
Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt und gebe daher verdiente 5 von 5 Sternen.


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