Schreibwettbewerb – Mai – Gewinnerstory – Melody May

Ihr Lieben, die alle beim Wettbewerb mitgemacht haben… Hut ab vor Euren Ideen. Allesamt haben sie mir gefallen. Ich bekam lediglich eine Nummer zu jeder Story und wusste also nicht, wer welche geschrieben hat. Letztendlich kam die Story für mich ins Rennen, die mein Innerstes mehr berührt hat. Schreibtechnisch war ich von einigen wirklich begeistert. Ihr habt es also drauf! Schreibt unbedingt weiter. Seid bitte nicht traurig, wenn meine Wahl nicht auf Euch gefallen ist. Verdient hätten es wirklich alle

Eure Biggi

Diesen lieben Worten wollen wir uns Biggi anschließen und uns nochmals bei ALLEN, die auch im Mai wieder am Schreibwettbewerb teilgenommen haben, bedanken.

Und nun zur Gewinnerstory. Herzlichen Glückwunsch, Melody May. Vielen Dank für Deine Geschichte, die Du mit uns teilst.

Wir wünschen Euch viel Spaß beim Lesen,

Euer Lounge Team.


Opposites Attract
Melody May

Kapitel 1

Kennt ihr das, wenn ihr morgens wach werdet und die Sonne kitzelt eure Nase. Ihr öffnet langsam die Augen und schaut in einen strahlend blauen Himmel. Nein? Ich auch nicht.
Das einzige, dass meine Nase kitzelt als ich aufstehe, ist der Staub in meinem kleinen und dunklen Zimmer.
Der Rollo ist seit Wochen schon kaputt und lässt kaum Licht in den stickigen Raum. Ihn zu reparieren halten meine Eltern für unwichtig, ich könnte ja die Lampen anschalten oder nach draußen gehen. Generell ist es Martin und Andrea ziemlich egal was ihre 16 jährige Tochter macht, solange ich gute Noten nachhause bringe und Geld zum Haushalt beisteure.
So beginne ich jeden Tag gleich. Ich stehe auf, mache mein Bett und begebe mich in das winzige Badezimmer um mich fertig zu machen. Dann bereite ich das Frühstück vor, meine Eltern liegen noch im Schlafzimmer und schnarchen. Meist sehe ich sie morgens nicht, wenn ich in die Schule muss, sind sie noch im Tiefschlaf. Doch aktuell sind Ferien also habe ich keinen Zeitdruck und kann alles in Ruhe angehen.
Das Frühstück steht bereit, der Kaffee läuft durch die Maschine, doch im Zimmer meiner Eltern herrscht immer noch Ruhe. Nach einem kurzen Moment beschließe ich schon zu essen. Auch als ich mit dem mickrigen Frühstück fertig bin, habe ich meine Eltern noch nicht gesehen, also entscheide ich es ihnen liegen zu lassen und nach draußen zu gehen.
Nachdem ich mich angezogen habe verlasse ich die Wohnung und betrete das Treppenhaus. Im Gang stinkt es nach Urin und die Übelkeit steigt in mir hoch. Ich beeile mich das Hochhaus zu verlassen und frische Luft zu atmen.
Draußen angekommen laufe ich blind durch die Gegend, die Straßen sind noch leer und verlassen. Die einzigen wenigen Fußgänger laufen hektisch durch die Gassen ohne auf die Umgebung zu achten. Aber worauf sollte man hier auch schon schauen. Auf den Dreck, die ganzen Obdachlosen und die beschädigten Häuser? Nein. Hier gibt es nichts, dass sich lohnt zu beachten.
Als ich an der Haltestelle vorbei laufe setzte ich mich kurz hin und schließe die Augen. Meine Gedanken kreisen zu meinen Schulfreunden die alle im Urlaub sind. Mel, meine beste Freundin verbringt die Sommerferien auf Rhodos. Ihre Eltern müssen sich keine Sorgen um Geld machen, sie haben alles was man sich wünschen kann. Sie wollten mich mitnehmen auf die Trauminsel, doch leider haben meine Eltern und ich das Geld nicht zusammen bekommen und so verbringe ich meine Ferien in diesem kleinen Kaff in Hessen, dessen Name unwichtig ist. Ihr würdet es sowieso nicht kennen. Mein Kopfkino geht weiter und ich stelle mir vor wie ich selbst am Strand bin. Wie ich meine Füße in den weichen Sand stecke und von der Liege aus aufs Meer schaue. Im Wasser spielen zwei kleine Kinder mit ihren Eltern und lassen es sich gut gehen. Ich lasse meinen Blick über die Umgebung schweifen und genieße die Aussicht. Es muss schön sein, sich solch tolle Dinge leisten zu können. Seufzend komme ich in die Realität zurück und bemerke, dass der Bus gerade vorfährt. Ich beachte ihn nicht, zum einsteigen würde mir sowieso das Geld fehlen. Während ich auf den Boden starre und überlege, was ich mit meiner Zeit anfangen soll, gesellen sich zwei Schuhe in mein Sichtfeld und wollen daraus nicht verschwinden. Ich ignoriere es weiter, aber der Besitzer will einfach nicht verschwinden. Genervt schaue ich nach oben und will schon einen blöden Spruch loslassen, als ich in die wunderschönen grünen Augen von Daniel blicke. Mir bleibt die Spucke weg und ich fange an zu stammeln, doch so wirklich sinnvolles kommt mir nicht über die Lippen. Was macht er überhaupt hier? Ich dachte er sei mit seinen Freunden im Fußballcamp auf Mallorca und schleppt dort die willigen Mädels ab. Daniel fängt laut an zu lachen und mir wird bewusst, dass ich das gedachte eben laut ausgesprochen habe. Gott ist das peinlich.  Kann mich mal jemand retten. Ich stehe hastig auf, schenke ihm ein schüchternes Lächeln und versuche an ihm vorbei zu gehen. Nur schnell weg hier. „Hey Blondie“, sagt er mit seiner samtweichen Stimme und hält mich fest. „Wo willst du den so schnell hin, hast du etwa Angst, dass ich dich abschleppe?“ fragt er grinsend. „Ich… also nein, ich muss weg. Arbeit…“ stammele ich und versuche seinen Griff zu lockern. Doch Daniel denkt gar nicht daran, mich los zu lassen. „Es ist 10Uhr, das Kino hat noch zu.“ antwortet er frech. Woher weiß er eigentlich, wo ich arbeite? „Oh.“ ist das einzige, dass mir über die Lippen kommt. „Komm, ich lade dich auf eine heiße Schokolade ein, bei Filippo’s gibt es die beste mit extra Sahne und du kannst mir erzählen, wie du darauf kommst, dass ich alle Weiber abschleppe.“ sagt er schelmisch. „Aber nur wenn ich eine große weiße Schokolade bekomme mit Marshmallow Topping.“ antworte ich grinsend und stecke ihm die Zunge raus. Schlimmer kann es heute sowieso nicht mehr werden und bevor ich alleine durch die Gegend schlendere oder mit meinem aktuellen Buch, Band 2 von Harry Potter, auf meinem Bett liege, kann ich auch mit meinem heimlichen Schwarm die Zeit verbringen.
Kapitel 2

Während wir gemütlich durch die Stadt schlendern und uns über belanglose Dinge unterhalten, taue ich immer mehr auf und die peinliche Aktion von vorher ist in Vergessenheit geraten. Als wir bei dem gemütlichen Italienischen Bistro ankommen hält mich Daniel am Rücken und begleitet mich durch die Tür. Diese sanfte Berührung jagt mir einen Schauer über den Körper, den ich nicht so recht deuten kann. Ich versuche einen Schritt schneller zu laufen um seiner Hand zu entkommen und frage die Kellnerin hinter dem Tresen nach einem freien Tisch. Als wir dort ankommen und uns setzten, ist die Stimmung angespannt. Ob Daniel gemerkt hat, dass ich mich bei seiner Berührung unwohl gefühlt habe. Bestimmt. Sonst würde er jetzt nicht so ruhig da sitzen, wo wir uns eben noch so intensiv unterhalten haben. Mensch, ich bin aber auch eine blöde Kuh. Die Kellnerin kommt an unseren Tisch und stellt sich vor „Hallo, mein Name ist Mary und ich bediene euch heute, darf es schon was sein?“. Während ich meine weiße Schokolade bestelle, bestellt sich Daniel eine dunkle Schokolade und dazu noch Kräuterbutterbaguette, die hier legendär schmecken. Die Kellnerin bedankt sich und verschwindet in die Küche. Ich rutsche auf meinem Stuhl hin und her, nicht sicher was ich sagen soll. Grüne Augen ruhen auf mir und beobachten mich. „Ist alles okay mit dir, Blondie?“ „Was? Ja es ist alles gut. Bist du öfters hier?“ versuche ich das Gespräch anzukurbeln und die drückende Stille zu brechen. Der Kosename, mit dem er mich nun schon zum zweiten mal angesprochen hat gefällt mir und ich muss schmunzeln. „Ja regelmäßig, meine Eltern und Filippo kennen sich schon viele Jahre“, kommt es von Daniel. Ich schaue mich in dem kleinen Geschäft um. Es ist schön und hell eingerichtet und von außen wird man nicht gestört, da Passanten keine Möglichkeit haben, durch die großen Fenster zu gucken, die mit Pflanzen und anderer Dekoration zugestellt sind. „Wie oft warst du schon hier?“ fragt mein Sitznachbar neugierig. „Nur einmal, mit Mel und ihren Eltern aber das ist schon länger her, ich wollte öfters her kommen aber, naja es hat sich nie ergeben.“ antworte ich verlegen. Außer Mel, kennt niemand die finanzielle Situation meiner Eltern. Mein Dad war Bauleiter einer großen Firma, doch leider hat der Chef die Firma an jemand anderes Verkauft, da er keine Erben hatte und der neue hat die Firma gegen die Wand gefahren. Seitdem findet Papa keine Job mehr, da er zu alt ist. Wir mussten unsere große Wohnung in der Stadt verlassen und sind in die Assi Gegend gezogen. Meine Mutter war nie arbeiten, weil sie immer nur für mich da war. Mittlerweile arbeitet sie an der Kasse unseres Supermarkts, doch das Geld langt nicht, daher gehe ich nebenbei noch im Kino arbeiten und helfe dort bei den Aufräumarbeiten. Auch wenn meine Eltern schwierig sind, ich weiß sie lieben mich und irgendwann kommen bessere Zeiten. „Hallo, Erde an Blondie, bist du noch da?“ reißt mich Daniel aus meinen Gedanken. Gott wie peinlich schon wieder, der muss mich für total bekloppt halten. Ich habe nicht mal mitbekommen, das Mary mit unserer Bestellung zurück kam. „Ja ähm sorry.“ stammele ich. „Willst du mir verraten woran du gerade gedacht hast?“ fragt er mich lächelnd. „Ach nichts wichtiges. Erzähl, wieso bist du nicht auf Malle mit den Jungs?“ „Du meinst, um willige Mädels abzuschleppen“, lacht er. „Haha, das wirst du mir wohl ewig vorhalten“, lache ich und pikse ihm in die Seite. „Ich hatte keine Lust. Fußball bedeutet mir alles, aber das Camp war nur ein Vorwand der Jungs um auf Partys zu gehen und mit Frauen zu flirten, da hatte ich keine Lust zu, daher bin ich hier geblieben und siehe da, auch hier treffe ich eine Frau zum flirten“ antwortet er mir zwinkernd. Gott ist er süß. Hoffentlich werde ich nicht schon wieder rot. Ich nehme schnell meine Tasse und trinke langsam davon „Gott, es ist noch genauso köstlich wie ich es in Erinnerung habe.“ stöhne ich fast und Daniel lacht kurz auf. „So reagierst du also, wenn dir was gefällt.“ lächelt er und ich kann den Blick nicht von seinem strahlenden Lächeln nehmen. Er hat eine kleine Lücke im Zahn, wo ein Stück raus gebrochen ist. Gerüchten zufolge, hat es bei einer Schlägerei verloren. Aber was wirklich stimmt, weiß niemand. Wir unterhalten uns noch ziemlich lange über alles Mögliche und ich genieße die Zeit mit ihm. Wir bleiben den ganzen Tag im Filippo’s und bestellen uns mittags Nudeln zum Essen. Als es langsam auf den Abend zu geht, beschließen wir das Lokal zu verlassen und schlendern gemütlich durch die Stadt zurück in Richtung Haltestelle. „Wohnst du hier?“ fragt er mich und blickt auf das wunderschöne Haus hinter der Haltestelle. Was soll ich ihm nur sagen, überlege ich fieberhaft. Ich kann ihm nicht sagen, dass ich in der schlimmsten Gegend der Stadt lebe. Er wird mich doch nicht mehr angucken. „Ja.“ antworte ich kurzerhand, da kommt zum Glück auch schon sein Bus angefahren. „Danke für den schönen Tag, schreib mir wenn du magst.“ antwortet er, reicht mir einen Zettel und steigt schnell in den Bus ein bevor dieser weiter fahren kann. Winkend schaue ich ihm nach und halte das Zettelchen feste an mich gedrückt.

Kapitel 3
Als ich endlich zuhause ankomme wird es schon langsam dunkel. Meine Eltern sitzen im Wohnzimmer und schauen sich eine Serie an. „Hallo mein Schatz.“ begrüßt mich mein Dad und gibt mir ein Küsschen. „Wo warst du heute?“ fragt meine Mama und nimmt mich kurz in den Arm. „Ach hier und da, bin ein wenig durch die Stadt geschlendert. Habt ihr schon gegessen oder soll ich schnell was kochen?“ frage ich die beiden und laufe bereits in Richtung Küche. „Nein nein, mein Schatz heute bleibt die Küche kalt,“ antwortet Papa. „Wir haben dir was zu berichten.“ Ich bekomme kurz Angst und setzte mich zu ihnen auf die Couch. Hoffentlich müssen wir nicht schon wieder umziehen. Das Geld wird immer knapper und wir haben immer weniger zum Essen. Mir ist ganz mulmig zumute und mir kommen die Tränen. „Ich nehme noch mehr Stunden im Kino, das wird schon irgendwie gehen. Meine Noten sind gut, das passt schon.“ antworte ich und muss dagegen ankämpfen zu weinen.  Mein Papa nimmt meine Hand und schaut mich mit seinen blauen Augen an. „Nein mein Schatz. Die Zeiten sind vorbei in denen wir nur an uns gedacht und nicht nach dir geschaut haben. Du hast schon viel zu sehr gelitten und schon viel zu viel getan. Deine Mama und ich haben heute beschlossen, dass es so nicht weiter geht. Ich habe einen Job angeboten bekommen. Es ist nichts großes aber es bringt Geld rein und so musst du nicht mehr länger so viel Arbeiten sondern kannst deine Zeit genießen, mit Freunden feiern und Jungs kennenlernen.“ sagt er zwinkernd. Ich sitze da und schaue ihn an, schaue meine Mama an. Die beiden wichtigsten Menschen in meinem Leben, die die letzten Wochen kaum Interesse an mir hatten. Ich kann es kaum glauben und nun auch die Tränen nicht mehr zurück halten. Schluchzend falle ich ihnen um den Hals. „Danke.. ich weiß nicht was ich sagen soll.“ schniefe ich. „Du bist alles für uns und wir werden aus diesem Loch wieder rauskommen.“ antwortet meine Mama und auch ihr laufen die Tränen. „Und nun, geh in dein Zimmer, da wartet eine Kleinigkeit für dich. Die bestellte Pizza müsste auch bald da sein, zur Feier des Tages.“ antwortet Dad grinsend und ich stehe auf. Was wohl im Zimmer auf mich warten wird, frag ich mich als ich die Tür öffne und in einen hellen Raum trete. Die Sonne ist gerade am Untergehen und scheint durch mein Fenster. Mir kommen schon wieder die Tränen, die gerade erst getrocknet waren. Sie haben meinen Rollo repariert. Während ich der Sonne beim untergehen zuschaue, nehme ich mein Handy aus der Hand und schreibe Daniel eine Nachricht.

Danke für den schönen Tag. Ich hoffe du bist gut angekommen. Bis bald. :*

Seine Antwort lässt nicht lange auf sich warten.

Ich dachte schon, du schreibst nie. Ich kam gut an obwohl ich beinahe die Haltestelle verpasst hätte, weil ich an dich denken musste. Sehen wir uns morgen? :*

Wir schreiben noch lange hin und her, nur während meine Eltern und ich die Pizza essen, liegt das Handy im Zimmer. Und nachdem wir uns Gute Nacht gewünscht haben, lege ich mich glücklich ins Bett und denke nochmal an Tag zurück. Mit einem Lächeln auf dem Gesicht schlafe ich langsam ein und träume mich in meine eigene Welt.

Kapitel 4

Vier Wochen sind vergangen, seit Daniel und ich uns zufällig an der Haltestelle getroffen haben. Seit dem ist viel passiert. Wir sind uns näher gekommen und ich habe Schmetterlinge im Bauch wenn ich ihn sehe. Wir haben uns täglich getroffen und sind mittlerweile ein Paar geworden. Heute soll er endlich meine Eltern kennenlernen, nachdem ich letzte Woche seine Mutter Helen und seinen Vater Sven kennenlernen durfte. Beide sind herzallerliebst und haben mich sofort in ihrer Familie aufgenommen. Aber zuerst muss ich Daniel eine Lüge beichten. Eine Lüge, die alles ruinieren könnte. Ich stehe bereits an unserer Haltestelle als der Bus ankommt und Daniel grinsend aussteigt. „Hallo Blondie.“ begrüßt er mich und gibt mir einen Kuss auf den Mund. „Hallo mein Hübscher.“ antworte ich schmunzelnd und lehne mich an ihn. „Wollen wir hoch? Ich bin schon total aufgeregt und neugierig auf dein Zimmer.“ sagt er an mein Ohr. Ich gehe einen Schritt zurück und schaue ihn nervös an. Jetzt entscheidet sich alles. Dieser Moment könnte alles zerstören und mich in ein tiefes Loch stürzen. Ob ich noch schnell die Schule wechseln kann? Ich nehme allen Mut zusammen. „Daniel, ich muss dir erst etwas beichten.“ fange ich an und schaue nervös zu ihm. Er guckt mich fragend an. Jetzt oder nie. „Ich habe dich belogen. Vor vier Wochen, als wir uns verabschiedet haben. Ich habe dir gesagt, ich würde hier wohnen. Aber das stimmt nicht. Ich wohne am Ende der Stadt, wo keiner freiwillig lebt. In der Assi Gegend, wo die ganzen Obdachlosen hausen und… naja, ich kann verstehen, wenn du mich jetzt nicht mehr sehen willst.“ sage ich ohne ihn anzugucken und mache mich bereits auf das schlimmste gefasst. Lange Zeit hört man nichts außer unserem Atem, der im Einklang kommt. Dann nimmt Daniel meine Hand. „Schau mich an.“ flüstert er. Ich hebe meinen Kopf und schaue ihm in seine wunderschönen grünen Augen. „Mir ist egal woher du kommst, wo du lebst oder wie du lebst. Ich mag dich, so wie du bist und bin mir sicher, dass du auch aus solch einer Gegend das Beste rausholst. Du bist der Sonnenschein, der die grauen Häuser zum leuchten bringt.“ beendet er seinen Satz und mir kommen die Tränen. „Danke.“ antworte ich schluchzend. „Du weißt nicht, was mir das bedeutet.“ ich ziehe ihn zu mir und gebe ihm einen Kuss. „Ich habe noch was für dich.“ unterbricht Daniel unseren Kuss und gibt mir ein kleines Kästchen. Ich nehme es entgegen, öffne es und blicke auf ein wunderschönes Armband mit einer Inschrift. Ich falle ihm um den Hals und bedanke mich mehrfach. „Danke, das ist so wunderschön.“ sage ich lachend und gebe ihm einen Kuss. Ab heute kann unsere Zukunft nur positiv werden, denke ich und blicke schmunzelnd auf das Armband, dass Daniel mir gerade angezogen hat und lese die Inschrift erneut.
Daniel & Nancy – opposites attract

– ENDE –

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