REZENSION Consequences – Buch 1 von Aleatha Romig

Cover
Die Gestaltung des Covers ist sehr düster und geheimnisvoll, schlicht und dennoch unglaublich ausdrucksstark. Der Anblick der jungen Frau zieht einen sofort in den Bann und man möchte erfahren, welche Geschichte sie zu erzählen hat. Für mich ein gelungenes und absolut passendes Design.

Protas
Claire Nichols lernt in einer Bar den gutaussehenden und reichen Geschäftsmann Anthony Rawlings kennen. Während dieses Abends begeht sie einen folgenschweren Fehler, der ihr schon bald den Boden unter den Füßen wegziehen soll. Sie erwacht orientierungslos, nackt und mit Blutergüssen übersät in einem Schlafzimmer. Entführt und misshandelt von Tony Rawlings und eingesperrt in dessen Anwesen. Tony sieht Claire als einen rechtmäßigen Besitz an und fordert ausnahmslosen Gehorsam. Jedes Verhalten, jede Entscheidung hat Konsequenzen und diese sind meist sehr brutal und schmerzvoll.

Schreibe & Inhalt
»Consequences« hat die Leserschaft gespalten, denn viele sind meiner Meinung nach mit falschen Erwartungen an dieses Buch herangegangen. Man bekommt hier keine sexy Dark-Romance-Story, sondern einen knallharten Thriller, der mit der Psyche des Lesers spielt. Keine Romantik und Erotik im üblichen Sinne. Dafür müsste man ein freiwilliges Handeln auf beiden Seiten voraussetzen, was hier eben nicht der Fall ist. Die Intension der Autorin ist es nicht, den Leser verliebt aufseufzen zu lassen oder ihm erotisch einzuheizen. Sobald man dies als Fakt ansieht, kann man sich auf diese Geschichte auch komplett einlassen.

Der Schreibstil ist unglaublich fesselnd, intelligent und schockierend. Dafür muss die Autorin bei Gewalt- und Sexszenen nicht bis ins kleinste Detail gehen, es reichen schon leichte Andeutungen, um das Gedankenkarussell ins Rollen zu bringen. Was passiert hier gerade und was KÖNNTE noch passieren?! Dieser Aspekt wird sich zu Nutze gemacht und treibt die erwartungsvolle Spannung in astronomische Höhen.

Die Ausarbeitung der Charaktere ist wahnsinnig komplex und ich bin ehrlich gesagt sehr froh, dass es sich um Fiktion handelt, denn schon allein beim Gedanken an Tony Rawlings wird mir angst und bange. Tony ist öffentlich der erfolgreiche, freundliche und attraktive Geschäftsmann, doch hinter verschlossenen Türen zeigt sich sein wahres Gesicht. Ein gemeingefährlicher, brutaler Kidnapper, der mit Kontrolle und Manipulation sein Opfer steuert. Entweder man spielt nach seinen Regeln oder es wird ziemlich ungemütlich. Tony hatte von der ersten Sekunde meinen Hass sicher, doch im Laufe der Handlung glimmt ein gewisser Funke auf, den man nicht benennen kann. Menschlichkeit? Aufrichtigkeit? Man möchte diese Frage beantwortet wissen, daran führt kein Weg vorbei. Letztlich bin ich mir aber immer noch nicht sicher, was es mit Tony Rawlings auf sich hat. Er ist ein völliges Mysterium für mich geblieben. Claire hingegen ist durch und durch Opfer, obwohl sie auch naive und dumme Entscheidungen getroffen hat, die mich zum Kopfschütteln gebracht haben. Wahrscheinlich ist ihr an einem gewissen Punkt klargeworden, dass es aus ihrem Albtraum keinen Ausweg gibt, zumindest nicht in absehbarer Zeit. Ihr Kampf erlahmt und sie fügt sich dem Willen von Tony. Jede Entscheidung hat Konsequenzen. Diese Regel gilt aber nicht nur für Claire, sondern eben auch für Mr. Rawlings. Diese Geschichte hat so viele WTF-Momente, dass ich sie gar nicht zählen kann, aber der wirkliche Schocker ist das Ende. Diese Wendung habe ich nicht kommen sehen, alle Puzzleteile setzen sich zusammen und was sich dann offenbart ist erschütternd, grausam und zugleich brillant.

»Du wirst das Gelände verlassen, mit Eric und mit meiner Erlaubnis. Nächsten Monat, wenn ich für eine Woche nach Europa muss. Du warst artig, Claire.« Seine Hände gingen auf Wanderschaft, Claire schloss die Augen, als ihr Körper darauf reagierte. Sein Tonfall war herrisch und verspielt zugleich. »Sehr artig. Du befolgst die Regeln besser, als ich es dir anfangs zugetraut hätte. Ich glaube tatsächlich, dass du tun würdest, was immer ich verlange.«

Fazit:
Mit „Consequences – Buch 1“ ist der Autorin ein fantastischer, psychologischer Thriller gelungen. Der Handlungsverlauf ist nervenaufreibend, faszinierend und überraschend. Die Erzählweise ist komplex, intelligent und mitreißend. Tony Rawlings und Claire sind als Täter und Opfer perfekt besetzt und schaffen es in jeder Sekunde, das Kopfkino auf Hochtouren laufen zu lassen. Eine wahnsinnig gute Story, die mich komplett überzeugt hat. Einfach WOW!



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