Rezension Leidenschaft: Was uns verbindet von Maya Sturm

Cover
Die Aufmachung des Covers ist schon mal richtig heiß.  Schön inszeniert und sehr fantasieanregend, dunkel gehalten. Man sieht genug, aber nicht zu viel.

Prota
Was passiert, wenn die ersten Schmetterlinge verflogen sind, die rosa Brille dem Alltag weicht? Genau hier setzt Maya mit ihrer Story an. Wir tauchen ein, in den Alltag von Tom und Anna. Nach einigen Jahren der Zweisamkeit kommt der Nachwuchs. Die Jahre vergehen und wie geht es mit ihnen weiter, als Paar? Beide sind in ihrem Beruf erfolgreich und eingespannt, da kommt doch die Zeit und auch die Leidenschaft etwas ins Stocken. Was wird aus ihrer Liebe? Wie lassen sich ihre Neigungen, ihre Leidenschaft ins Familienleben – in den ganz normalen Alltag integrieren, ohne anzustoßen?

Schreibe und Inhalt
Auf eine natürliche, lockere aber klare Art zeigt die Autorin, wie das Familienleben mit seinen Problemchen, Sorgen und Wünschen abläuft. Wir dürfen teilhaben aus der Sichtweise von Anna und Tom. Welche Gedanken sie sich machen, was sie bewegt und auch ihre Ängste. Einige witzige Situationen werden beschrieben, z.B. wenn die Kids mal wieder die „Spielsachen“ der Großen entdecken.

Genau das ist es, was die Geschichte zu etwas Speziellem macht. Sie zeigt dem Leser, wie es nach der Phase des Kennenlernens weiter geht, wenn der Alltag Einzug hält und wie man sich auch als Paar seine Freiräume, seine Spielzeiten schafft.

Spannungsbogen
Die Geschichte baut sich auf, will erzählt werden, mit einem für alle Beteiligten zufriedenen Ende.

Neben der Hauptstory erfahren wir in eingeflochtenen Szenen, was passieren kann, wenn Menschen  die Thematik falsch verstehen und auch meinen, diese nach ihrem Gusto anwenden zu müssen. Das hat der Story noch einen gewissen zusätzlichen Reiz gegeben.

Erotik
Die Szenen in diesem Roman werden sehr schön beschrieben und heizen das Kopfkino so richtig an.

Taschentuchfaktor
Diese waren nicht nötig. Darauf zielt die Geschichte aber auch nicht ab.

Minisnippet
„Und nein, Moritz, wir bekommen keinen Hund. Die Leine ist… ist … ist… „, stammelte Anna und sah hilfesuchend zu Tom.
„… ein Geschenk für einen Kollegen, der sich einen Hund gekauft hat….. Er nahm die Leine an sich, die nun als Corpus Delikti mitten auf dem Tisch lag und von allen angestarrt wurde.
„Ähm, ja“, räusperte sich Horst und widmete sich wieder seinen Kaffee und der Zeitung, hinter der er sich regelrecht verkroch. Tom meinte ein verhaltenes Lachen hören zu können. …

Fazit

Das Schöne an der Story ist einfach, dass es um ein Paar geht, was „normal“ ist – so wie Du oder ich es bin.  Sie sind nicht nur Eltern, sondern weiterhin Partner, Vertraute, Geliebte. Vorlieben, die gerne ausgelebt werden wollen und doch im Alltag oft verdrängt werden. Ob aus Rücksicht vor der Umwelt oder weil man einfach nicht weiß, wie man sich die ersehnten Freiräume herschaufeln soll. Das macht dieses Buch so real. So anders.  Es ist eben mal keine herkömmliche Romanze, nein, man kann sich mit den Protas sehr gut identifizieren.

Eine schöne Story die sehr gute 4 Sterne verdient hat.


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