Rezension „Be Mine Forever“ von Kim Henry

Cover
Das Cover reiht sich nahtlos in die Thompson-Falls Reihe ein. Das Erscheinungsbild ist stimmig und harmoniert. Auch das Paar passt perfekt zu den im Buch beschriebenen Protagonisten.

Protas
Taylor Monahan wusste immer genau, was sie sich vom Leben erhofft, auch, dass sie dafür etwas tun muss. Aber ein Fehler mit weitreichenden Folgen lässt ihre Lebensplanung ins Straucheln geraten. Ein ganz süßer Fehler, der die junge Mama ganz schön auf Trap halten wird.

Ryker Marshall ist ein Bad Boy wie er im Buche steht. Den Glauben an sich selbst hat er schon vor langer Zeit verloren, denn Typen wie er haben nichts Schönes im Leben verdient. Er ahnt nicht, dass ihn ausgerechnet im verschlafenen Örtchen Thompson Falls gleich 2 Frauen den Kopf verdrehen und eine Sehnsucht in ihm wecken, die er kaum einordnen kann.

Schreibe & Inhalt
Der Schreibstil vom Autorenduo Kim Henry ist so erfrischend und so ehrlich, dass ich mir beim Lesen einiger sehr real dargestellter Situationen das Schmunzeln nicht verkneifen konnte.  Aber es stehen auch ganz große Gefühle an der Tagesordnung. Ich war hin und weg. Die Beschreibung aus abwechselnder Sichtweise trägt dazu bei, dass die vielen Emotionen perfekt transportiert werden.

Das Kennenlernen zwischen Ryker und Taylor hätte ungewöhnlicher nicht sein können. Aber so wurde ein unsichtbares Band geschmiedet, das kaum zu durchbrechen ist. Während Taylor fasziniert ist von dem geheimnisvollen Mann, der ihr gegenüber ein Verhalten an den Tag legt, dass ihr völlig fremd ist, macht Ryker keine Anstalten, Taylor näher kennenlernen zu wollen. Seine Selbstzweifel fressen ihn innerlich auf und die Gefühle, die sie in ihm auslöst, machen ihm pure Angst. Sie lässt ihn hoffen auf was Gutes, auch in seinem Leben, dabei ist genau jene Hoffnung schon lange keine Option mehr.  Aber als Taylor zufällig hinter Rykers Geheimnisse kommt, scheint alles verloren, denn nichts könnte schlimmer sein.

Spannungsbogen
Es ist von Anfang an spannend, aber die Frage nach dem Warum, kann ich nicht klar definieren. Zum einen ist da Ryker, den viele Geheimnisse umgeben. Zum anderen ist es der besondere Umgang miteinander, die sanfte Annäherung zwischen Ryker und Taylor, die tiefen Gefühle, die sich unweigerlich nach außen bahnen. Es passt einfach alles, der gesamte Mix, und so kann man das Buch kaum aus der Hand legen.

Taschentuchfaktor
Hin und wieder hat sich ein Tränchen gelöst. Es sind viele Emotionen, die auf einen niederprasseln. Rykers Ängste und seine Sichtweise auf sich selber, der dramatische Hintergrund, der ihm zu dem verschlossenen Menschen macht, der er ist. Aber auch Taylor, die stark sein muss, obwohl es manchmal alles andere als leicht ist, hat mich sehr berührt.

Erotikfaktor
Die Story lebt in erster Linie von den tiefen Gefühlen, die entstehen.  Die Anziehung zwischen Ryker und Tayler ist spürbar und als sie ihren Gefühlen nachgeben, werden wir mit erotischen Szenen konfrontiert, die wirklich richtig heiß sind.

Minisnippet
Ich starre sie an. Sie starrt mich an. Wir sind sprachlos. Beide. Gut, abgesehen von meinem Ausbruch, als mir klar wurde, wen ich da vor mir habe. Aber ganz ehrlich, was erwartet sie von mir? Ich bin ein Kerl. Soll ich immun sein gegen einen Anblick von Brüsten, weiß wie Sahne und prall mit Milch, Himmel Herrgott? Ich wette, selbst einem guten Kerl würde bei diesem Anblick der Platz in der Jeans eng werden. Ein Scheißkerl wie ich? Ich hab nicht die geringste Chance.
In unserer Sprachlosigkeit hinein stößt das Baby mit dem Namen Bailey einen leisen Schluckauf-Rülpser aus. Eine Spur Milchsabber verwischt auf Taylors Brust und dem Tragetuch.
„Mist…“, entfährt es Taylor. Sie greift einen Zipfel, wischt sich die Brust ab, und ich, ja klar, Ryker Marshall, kann den Blick nicht abwenden. Heilige Scheiße, ich hab´s ja gesagt.

Fazit:
Wieder ein Roman vom Autorenduo Kim Henry, der keine Wünsche offen lässt. Großes Gefühlskino, heftige Emotionen, sehnsuchtsvolle Erotik und prickelnde Leidenschaft. Ich hatte großer Erwartungen in das Buch, und wurde nicht enttäuscht. Einer der Messages, die meiner Meinung nach ganz stark vermittelt wird, hat mir richtig gut gefallen. Die Hoffnung auf was Gutes niemals aufgeben, auch wenn der Kampf für den Moment noch so sinnlos erscheinen mag. Das Wiedersehen mit der gesamten Monahan Family war eine Freude und verleiht dem Buch einen familiären Charme. Ich kann eine klare Kaufempfehlung aussprechen und gebe 5 von 5 absolut verdienten Sternen.


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