Rezension Lifesaver: Wenn du für mich da bist von Ilka Hauck

Cover
Das Cover harmoniert in wunderbar sanften Tönen, es hat auf mich eine besondere Wirkung. Das Paar darauf entspricht auch dem Paar im Cover. Wunderschön gestaltet und perfekt gewählt.

Protas
Teresa ist bewundernswerte,  starke Frau, die bereits mit jungen Jahren gelernt hat was es heißt, Verantwortung zu übernehmen. Und diese Aufgabe hat sie, auch wenn es nicht immer leicht war, mit Bravur gemeistert. Als sie das Haus ihrer Granny erbt, ahnt sie nicht, dass auch ihre Gefühlswelt in Aufruhr geraten wird.

Jared sollte als junger Arzt, der mit einen tadellosen Aussehen gesegnet wurde, sein Leben in vollen Zügen genießen. Aber genau das kann er nicht, denn er ist seit mehr als 2 Jahren in seiner persönlichen Hölle gefangen. Einer Spirale abwärts, der er nicht entkommen kann, und auch gar nicht will, bis zu dem Tag, an dem er Teresa begegnet.

Schreibe & Inhalt
Wo Ilka Hauck drauf steht, ist definitiv eine gewaltige Portion Gefühl drinnen. Und auch dieses Mal nimmt sie ihre Leser mit auf eine romantische Reise, in der wir die Gefühle beider Protagonisten erfahren und miterleben dürfen.

Als Teresa mit ihren Zwillingstöchtern ihr neues Haus am Strand bezieht, lernt sie den äußerst charmanten Jared kennen, der zu ihrem Leidwesen der neue Nachbar ist. Schnell wir ihr klar, dass er ihrem Herz gefährlich nahe kommen kann, und auch Jared will sich hüten, Teresa zu nahe an sich heran zu lassen. Aber die Anziehungskraft ist stärker als so manch gut gemeinter Vorsatz. Aber während Teresa voller Zuversicht in die Zukunft blickt, hat Jared panische Angst, denn er kann, und will vor allem niemanden mehr nahe an sich heran lassen. Zu schwer lastet die Schuld auf seinen Schultern und der Schmerz seines Verlustes holt ihn Nacht für Nacht ein.

Spannungsbogen
Spannung ist der falsche Ausdruck. Die Vielzahl an Emotionen machen es unmöglich, das Buch aus der Hand zu legen.

Taschentuchfaktor
Definitiv ein Buch für mich….reinigenden Tränen inklusive 😉 Es hätte mich jetzt aber auch gewundert, wenn bei einem Buch von Ilka Hauck bei mir keinen Tränchen fließen. Und mein Gott, sie sind geflossen, mehrmals, denn der Schmerz, in dem der Jared gefangen ist, ist wirklich nicht ohne. Aber auch Teresas Geschichte hat mich mehr als berührt.

Erotikfaktor
Erotik spielt im Buch keine wesentliche Rolle. Vielmehr hat die Autorin ihren Fokus auf gefühlvolle, romantische Szenen zwischen den Protagonisten gelegt und wieder einmal gezeigt, dass ihre Geschichten von den Emotionen lebt, die einfach wahnsinnig authentisch beschrieben wurden und einen unweigerlich mitreißen.

Minisnippet
Es war bereits hell im Zimmer, als Jared erwachte. Für einen Moment, vielleicht sogar zwei Minuten, hatte er keine Ahnung, wo er war. Sein Kopf schmerzte, ihm war kalt und heiß zugleich und noch dazu kotzübel. Er rührte sich nicht, legte den rechten Unterarm über die Augen, um das Licht abzuwehren und versuchte, seine Gedanken in einem gleichmäßigen Fluss zu bringen. Was zur Hölle war passiert? Allmählich lichtete sich das Dunkel in seinem Kopf und er richtete sich ruckartig auf.
„Ach du Scheiße.“
Seine Stimme hallte durch das stille Zimmer und Caruso, der in der Ecke lag, hob verdutzt den Kopf. Die Party. Mikes Geburtstag. Nancy und das, was sie gesagt hatte. Teresa. Fuck, Teresa. Jared beugte sich vor und vergrub den Kopf in den Händen. Oh nein. Hatte er sie wirklich dermaßen angeschnauzt und dann einfach stehen lassen? Hatte er sich dieser zauberhaften jungen Frau gegenüber, die ihm so wichtig geworden war, tatsächlich wie das letzte Arschloch aufgeführt?
„Fuck!“, flucht er erneut und sprang mit einem Satz aus dem Bett. Dass ihm dabei schwindelig wurde und sein Magen heftig protestierte war ihm egal. Er hatte Teresa verletzt. Schon wieder! Schlimmer noch, er hatte sie einfach zurückgelassen, ohne sich darum zu kümmern, ob sie sicher nach Hause kam. Sie war mit ihm dorthin gefahren und er war einfach abgehauen.

Fazit:
Ich muss gleich eine Kaufempfehlung aussprechen, denn auch wenn die Fans der Autorin wissen, worauf sie sich bei der Autorin einlassen, ist es dennoch irgendwie ganz anders. Zumindest wirkt es so. Die romantische und liebevolle Story, die die Geschichte von Jared und Teresa erzählt, lädt ein zum schmachten, Seite für Seite.  Zwei Menschen, die ihr eigenes Päckchen zu tragen haben, unterschiedlich damit umgehen und lernen müssen, dass gewisse Dinge sich nicht in den Vordergrund drängen dürfen. Ich war wahnsinnig berührt von Intensität der Gefühle, die beiden durchleben und wie sie letztendlich mit ihren Probleme wachsen. Ich gebe wohl verdiente 5 von 5 Sterne und hoffe, Ilka Hauck bringt bald was Neues 😉


„Lifesaver: Wenn du für mich da bist“ von Ilka Hauck


 

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