Rezension „Back to Life: Geliebt“ von Kimmy Reeve

Cover
Ein eher in dunklen Farben gehaltenes Cover mit ästhetischem Männerkörper – definitiv ein Markenzeichen für Kimmy Reeve, aber vor allem eines der „Back to Life“ – Reihe. Ein Blick darauf genügt, um diese kribbelnde Vorfreude auszulösen, es endlich lesen zu können.

Protas
Renee Walker hat nicht viel in ihrem Leben. Würde sie sich darüber beschweren? Niemals. Eine starke und junge Frau, die für ihre Zukunft kämpft, um ihre Vergangenheit hinter sich zu lassen. Das gelingt ihr nicht immer. Als ihr Sam Williams nach vielen Jahren über den Weg läuft, ahnt sie, dass ihr Herz in Gefahr ist. Und nicht nur dass, denn sie hat Geheimnisse, die für immer welche bleiben müssen.

Sam Williams lebt für seinen Job. Mehr braucht er nicht im Leben, denn der Ex-Seal hat seine Vergangenheit noch immer nicht verarbeitet. Während seines Zwangs-Urlaubes trifft er auf eine alte Jugendfreundin und kann kaum glauben, tatsächlich Renee Walker vor sich zu haben. Aus dem jungen Mädchen aus Teenagerzeiten ist eine Frau geworden, die einem Traum vieler Männer unbeschreiblich nahe kommt.

Schreibe & Inhalt
Wenn eine meiner Lieblingsautorinnen ein Buch veröffentlicht, weiß ich – ich komme voll auf meine Kosten. Auch dieses Buch ist, auch wenn es komisch klingt, wie für mich gemacht. Durch ihren packenden Schreibstil kann ich mich vom ersten Moment an emotional fallen lassen. Ein tolles Gefühl, das durch die abwechselnde Sichtweise der Protas immerzu bestärkt wird.

Der Wunsch nach Kaffee führt dazu, dass sich Sam und Renee nach so langer Zeit wieder über den Weg laufen. Die Verbundenheit aus jungen Jahren lässt sich nicht verleugnen, doch Sam weist sie immer wieder von sich. Ein schlimmer Vorfall zwingt beide dazu, viel Zeit miteinander zu verbringen, denn von der einen zur anderen Sekunde wird die Seals-Family mehr benötigt denn je. Renee wird zur Zielscheibe eines gefürchteten Verbrechers, der ihnen immer wieder einen Schritt voraus zu sein scheint. Sams Gefühle sind in Aufruhr, denn er will nur eines…sein Mädchen beschützen. Auch wenn er sein Herz niemals öffnen kann, schon gar nicht für Renee.

Spannungsbogen
Es ist ein scheinbar leichtes Spiel für die Autorin, ihre Bücher mit den richtigen Zutaten zu füllen. Denn einmal angefangen, ist man gebannt und es ist einfach schlimm, es aus der Hand legen zu müssen. Ein paar Seiten genügen um zu wissen, dass auch dieser Teil der Reihe uns den Atem anhalten lassen wird…und das ist in diesem Fall eine mächtige Untertreibung. Denn der Spannungsbogen geht steil nach oben.

Taschentuchfaktor
Definitiv Pflicht. Nicht nur einmal haben sich Tränchen gebildet. Die Last, die Sam und Renee unabhängig voneinander zu tragen haben, ist gewaltig. Und dennoch hängen ihre Päckchen auf gewisse Art zusammen. Aber nicht nur ihr Leid lässt die Emotionen hoch kochen, denn da sind auch diese wahnsinnig aufregenden Momente, die das Herz für einen kurzen Augenblick aussetzen lassen – vor der irren Gefahr, die sie alle bedroht.

Erotikfaktor
Der Erotikfaktor in diesem Buch ist siedend heiß. Sam William verkörpert einen absoluten Traummann der mit seiner Renee die absolut perfekte Symbiose ergibt. Die Sexszenen sind herrlich anregend und sprühen vor Intensität, Härte und Dominanz.

Minisnippet
Bevor es zum Äußersten kommen würde, drehte ich meinen Kopf, gab Sam einen Kuss auf die Wange und machte einen Schritt zurück.
„Bis morgen, Schlaf schön.“
Jetzt war es Sam, der einige Male blinzelte und mich dann betrachtete, als hätte er mich das erste Mal wirklich wahrgenommen. Na schön wär´s! Ohne seine Antwort abzuwarten, schob ich mich an ihm vorbei, schloss die Haustür auf und marschierte schnellen Schrittes zu meiner Wohnung, die glücklicherweise im Erdgeschoss lag. Als ich die Tür hinter mir verriegelt hatte, ließ ich mich gegen das Holz fallen und schloss die Augen.
Er musste doch ein Mittel gegen den ganzen Scheiß geben. Gefühle mussten sich einstellen lassen. Wenn ich mich jedes Mal in Sams Nähe aufführte wie ein jämmerliches Mädchen, würde er ich wahrscheinlich immer als kleine Schwester betrachten. Okay, als das sah er mich sicherlich nicht mehr, aber eben auch nicht als Frau, die ihm gefährlich werden konnte.
Seufzend ging ich in mein Schlafzimmer. Zuerst erkannte ich die Veränderungen nicht, bis ich mich genau im Raum umsah. Als ich meine Wohnung verlassen hatte, das wusste ich genau, stand der Schrank offen und der gesamte Inhalt lag davor. Von diesem Chaos war jetzt allerdings nichts mehr zu sehen. Der Boden war blitzeblank, das Bett aufgeschüttelt und gemacht. Was war hier los?
Das war nicht mein Verdienst.

Fazit:
Wenn Kimmy Reeve ihre „Back to Life“ – Reihe fortsetzt, fühlt es sich an wie „nach Hause kommen“. Der Fangirl-Modus ist voll und ganz aktiviert. Ein spannungsgeladener Mix aus einer wachsender Liebe, Dämonen der Vergangenheit – die doch sehr mächtig sind, und die daraus resultierenden, einfach hammermäßigen Emotionen, die über einen hereinbrechen, machen das Lesen zu einem unvergesslichen Abenteuer. Wieder einmal.  😉 Aber dieses Tüpfelchen auf dem „I“ ist definitiv der vorbildliche Zusammenhalt der „Seals“, die für ihre Familie immer und überall einstehen. Jeder einzelne der Charaktere macht ihre Family zu etwas ganz Großem. Da wird einem richtig warm ums Herz. 5 Sterne reichen bei Weitem nicht <3


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