Rezension Stracciatella Love: A Fairys Wedding von Lucy Stern

Cover
Das Cover ist wunderschön. Sinnlich und magisch angehaucht bekommt Aurora dadurch ein Gesicht, das ihrer Anmut und Schönheit wie sie im Buch beschrieben wird, um nichts nachsteht.

Protas
 Nina durchlebt den einzigartigen, puren Stress einer Braut, kurz vor ihrer Hochzeit, ohne dabei selber vor den Traualtar zu treten. Ja richtig gehört…ich bin nicht geistig verwirrt 😉 Aber ungewöhnliche Situationen erfordern nun mal ungewöhnliche Maßnahmen. So kommt Nina in den Genuss, die Hochzeit für ihre beste Freundin Aurora planen zu dürfen.

Aurora ist eine bezaubernde junge Frau, die ich von Anfang an in mein Herz geschlossen habe. Sie hat eine starke und zugleich zerbrechliche Persönlichkeit, denn ihrem Körper und ihrer Seele wurden in der Vergangenheit erhebliche Schmerzen zugefügt. Sie heilt, aber es ist ein langer Prozess, der noch lange nicht abgeschlossen ist. Ihre Freunde stehen ihr zur Seite und wollen nur das Beste für sie. Und die sind sich sicher, dass man geliebte Menschen manchmal zu ihrem Glück zwingen muss.

Schreibe & Inhalt
Schon auf der erste Seite hab ich mich super wohl gefühlt. Dieses Gefühl, endlich wieder Lucy Stern zu lesen, hat sich sofort eingestellt. Der Mix aus trockenem Humor und dieser ganz speziellen, nicht aufgesetzten Art zu Schreiben, ist einfach wunderbar.

Nina hat mit der Beziehung zu ihren heißen Zwillingen endlich ihr Glück gefunden.  Aber Zeit für gemütliche Stunden zu dritt ist im Moment kaum möglich, denn Ninas Nervenkleid ist durch das aktuelle Vorhaben etwas überstrapaziert. Die Planung einer Hochzeit für eine Braut, die von ihrem Glück absolut nichts wissen darf, ist ohne perfekt inszenierten Plan und vieler helfenden Hände nicht möglich. Als letztendlich das gesamte Hochzeits-Projekt mit einem heißen Pater steht oder fällt bleibt nicht nur die Frage, ob Aurora am Ende eine glückliche Braut sein wird, denn Ninas Gefühle fahren Achterbahn.

Spannungsbogen
Die Story ist so erfrischend anders, dass das es von Anfang an einfach nur Spaß gemacht hat, zu lesen. Die Gefühle sind in Aufruhr, die Emotion fahren Achterbahn. Als es dann gefährlich wird, tritt genau jener Mann in den Mittelpunkt, der dem Wort „Gefahr“ eine ganz neue Bedeutung zuteil werden lässt: Dante, der Priester.


Taschentuchfaktor
Ja, es hat mich manchmal sehr berührt, und da sind auch die Tränen geflossen. Was Aurora erlebt hat, ist einfach unfassbar und geht wirklich unter die Haut. Ihr Kampfgeist und der Wille, alles hinter sich zu lassen, obwohl es alles anderes als leicht ist, haben mir sehr imponiert. Der Zusammenhalt der ganzen Familie ist ebenfalls wunderschön, denn nicht nur einmal haben sie bewiesen, dass sie füreinander einstehen, egal was kommt.

Erotikfaktor
Es war heiß, nicht zuletzt wegen dem Priester „Hot as Hell“, der mit dem Wort „Sex“ ja eigentlich in keinem Atemzug genannt werden sollte. Aber Nee 😉 Im Ernst.
Die Erotischen Szenen sind prickelnd und haben genau die richtige Mischung aus Dominanz und Romantik. Egal welches Paar es betrifft.

Minisnippet
Mit einem Knurrlaut legt er auf. Durch Ben bin ich mittlerweile durch nichts mehr zu schocken, aber die Stimme dieses Mannes hätte ohnehin alles abgemildert. Tief, klangvoll und einfach nur angenehm. Als er sich danach umdreht und sich suchend umblickt, wird es allerdings erst richtig schlimm. Sein Anblick verschlägt mir glatt die Sprache. Er ist hochgewachsen, von der Statur her erinnert er mich erschreckend an Ben und sein Gang strahlt pure Selbstsicherheit aus. Natürliche Dominanz, würde Aurora das wohl nennen. Ich tendiere zu Hottie. Aber das sollte ich nicht denken. Ich bin glücklich vergeben, sogar doppelt, aber dieser Kerl dort …
Dann sieht er in unsere Richtung und geht danach direkt auf uns zu. Je näher er kommt, desto schlimmer wird das Prickeln, das sich auf meiner Haut ausbreitet. Das ist nicht gut, gar nicht …
Was zum …?
Ich scanne seine Kleidung und habe das Gefühl, dass mein gesamtes Blut aus meinem Gesicht sackt. Das schwarze Hemd und die Jeans sind es nicht, was mich so entsetzt. Aber da ist etwas unter seinem Hemdkragen, was nicht sein kann.
Nicht sein darf.
Etwas Weißes.
Wenn mich nicht alles täuscht und meine Allgemeinbildung nicht schreiend abgehauen ist, ist das dort ein Priester.

Fazit:
Ein Buch, das aus mehreren Gründen eine absolute Kaufempfehlung verdient hat. Zum einen sind da die Protas, die allesamt extrem sympathisch sind und die man sofort ins Herz schließen muss. Zum anderen hat mich der Inhalt der Geschichte völlig überzeugt. Die unkonventionelle Herangehensweise bringt nicht nur witzige Dialoge, trockenen Humor und heiße Szenen verpackt in einer zauberhaften Geschichte. Wir bekommen auch einen Einblick in eine Szene, an die man mit absoluter Sorgfalt herangehen muss, da etwaige Folgen ansonsten ein verheerendes Ausmaß annehmen könnten. Und dann ist da noch Dante…dessen Geschichte wir noch nicht mal kennen, der aber trotzdem alle weiblichen Leserherzen höher schlagen lässt. Ich fürchte, Lucy Stern hat uns alle mit einem Fluch belegt, diese Hexe. Aber er ist einfach zum dahin schmelzen. Klasse umgesetzt und somit auf alle Fälle verdiente 5 Sterne.


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