„Starting Six: Allie und Jason (Boston Razors 1)“ von Kim Valentine

Cover
Das Cover ist eher kühl gehalten, passt aber hervorragend zur Story. Denn hier es geht um Eishockey und das wurde sehr schön umgesetzt.

Prota
Allison Nash galt als Ausnahmetalent der Frauen-Junior-Eishockeymannschaft, bis sie wegen eines gesundheitlichen Problems mit ihrer Karriere aufhören musste. Doch sie hat sich nicht davon unterkriegen lassen. Nach ihrem Journalismusstudium konnte sie als Co-Moderation einen Job bei dem Lokalsender ergattern und durfte die hiesigen Hockeyspiele der Razors moderieren. Gerade für sie als absoluter Hockeyfan und mit ihrem Hintergrundwissen war das ein gelungener Coup.

Dass sie gerade an ihrem ersten Tag ihrem Idol Jason Coltrane das Mikro unter die Nase halten musste und ein Interview führen sollte, war so nicht geplant.
Denn Jason galt als sehr lauter, provokanter Interviewpartner, der eher gefürchtet als geliebt wurde. Doch auch er hatte sein Päckchen zu tragen und war froh um seine Schutzmauer, die er um sich gebaut hatte.  So gab er auch nach außen hin eher den harten Bad Boy, als gerade ihn die kleine Reporterin Allison herausforderte, mehr in ihm weckte und seine aufgebaute Fassade zum Wanken brachte. Es war schwer für ihn, sich dem Sog entgegenzustellen.

Schreibe
Aus Allisons Sicht erfahren wir, wie sie ihren Weg geht. Kim Valentine bringt uns die Geschichte zwar in einer lockeren und leicht zu lesenden Art rüber, dennoch hält sie uns an den richtigen Stellen mit genügend Drama und Herzschmerz bei der Stange. Freche Dialoge wechseln genauso wie nachdenkliche und traurige Momente. Es ist eine abwechslungsreiche Handlung, die mich das Buch nur schwer aus der Hand legen lässt.

Spannungsbogen
In der Geschichte leidet der Leser mit den Protagonisten. Egal ob es Allies schmerzliche Vergangenheit ist, die sie im Jetzt noch oft beeinflusst oder auch Jasons eigene Geschichte berührt – es macht aus einer Liebesgeschichte eine dramatische. Dem Unterhaltungswert ist das auf jeden Fall sehr zuträglich.

Taschentuchfaktor
Es ist eine berührende Story, die einige traurige Momente für den Leser parat hält. Jedoch war es nie zuviel, sodass man das Gefühl gehabt hätte, in Tränen ausbrechen zu müssen. Die Mischung war, meiner Ansicht nach, sehr ausgewogen.

Erotikfaktor
Die Funken fliegen und knistern. Es wird sehr heiß und erotisch, die Szenen werden toll beschrieben und das Kopfkino wird damit gut angeheizt.

Fazit
Mit Allison und Jason gelingt Kim Valentine ein guter Start in ihre neue Eishockey-Reihe. Auch wer keine große Sportskanone ist: keine Angst, hier rutscht niemand aus, wenn es auf das kalte Eis geht. Im Gegenteil – mit ihrer lockeren und leichten Art nimmt uns Kim Valentine nicht nur auf die Eisfläche mit, sondern entführt den Leser in eine schöne Liebesgeschichte. Nicht nur über Spielabläufe selber bekommt der Leser Hintergrundinformationen, sondern das Thema Eishockey wird hier sehr gut erklärt, ohne den Leser zu überfordern.
Die Orte werden anschaulich beschrieben, man kann sie sich gut bildlich vorstellen. Vor allem werden die Protagonisten sehr überzeugend dargestellt, genauso die Nebencharaktere. Als Leser habe ich mich ab der ersten Seite sehr gut unterhalten gefühlt und empfand diesen Auftakt als sehr gelungen. Auf die nächsten Spieler freue ich mich schon.
Von mir eine klare Lese/Kaufempfehlung.


„Starting Six: Allie und Jason (Boston Razors 1)“ von Kim Valentine


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