Rezension Kiss me, Devil von Dana Summer

Cover
Die Farbgestaltung hat mich vom ersten Moment an fasziniert. Der Verlauf der Rottöne in Kombination mit dem Paar im Vordergrund ist perfekt gewählt und sieht toll aus. Die Landschaft im Hintergrund fügt sich ebenfalls nahtlos ein, denn es passt wunderbar zu dem im Buch beschriebenen kleinen Ort mit seiner verschlafenen Umgebung.

Protas
Leah Martin ist als Tochter des Bürgermeisters ein angesehenes Mitglied der kleinen Gemeinde „Jeroma Hill“. Anstand, gutes Benehmen und stilvolles Auftreten wird von ihr zu jeder Tages- und Nachtzeit vorausgesetzt,  denn nichts ist wichtiger als der gute Ruf der ganzen Familie. Dieser gerät aber gehörig ins Wanken, als der „Teufel“ höchstpersönlich in seine Heimatgemeinde zurückkehrt.

Als Devin O´Cuill die Reise in seine Vergangenheit gezwungermaßen auf sich nimmt, ist ihm völlig klar, dass es keine leichte Zeit werden wird. Die Einwohner von Jeroma Hill vergessen nicht, sie ergötzen sich an Fehler anderer, und doch ist die Heftigkeit der Vorteile und Ablehnung, die ihm entgegengebracht wird, nicht leicht zu ertragen. Denn für die wahre Geschichte, hat sich nie jemand interessiert. Bis jetzt…

Schreibe & Inhalt
Hach, wie immer super schön geschrieben. Der Schreibstil hat so eine Leichtigkeit, die die Freude beim Lesen so richtig zum Vorschein bringt. Die Schreibweise in der Ich-Erzählform lässt uns abwechselnd an den Gedanken und Gefühlen beider Protagonisten teilhaben.

Leahs geordnetes Leben wird von einer Sekunde auf die andere aus der Bahn geworfen, als sie erfährt, dass Devin O´Cuinn wieder da ist. Niemals hätte sie es für möglich gehalten, dass auch nach 10 Jahren alleine sein Anblick sie völlig umhaut. Die Kälte und die Distanziertheit, die ihm immer umgibt, zieht sie magisch an. Als sie sich bei einem Projekt kennenlernen, ist auch Devins Interesse geweckt, denn Leah hat etwas an sich, dass er nicht benennen kann. Aber er kann es sich nicht leisten, eine Frau in sein Leben zu lassen. Zu viel ist passiert, dass sich nicht mehr reparieren lässt. Vor allem ist er nicht gewillt, seine Maske aus Eis fallen zu lassen, an der Leah gewaltig zu rüttel beginnt.

Spannungsbogen
Ich konnte es nicht weglegen, war sofort gefesselt, denn die Art und Weise, wie Devin beschrieben wird, lässt einen schon ein wenig erschauern. Von Beginn an geht von ihm eine düstere Aura aus, man ahnt, dass die Dinge, die in seiner Vergangenheit vorgefallen sind, schwer zu ertragen waren. Aber als das Ausmaß dann rauskommt, lässt einen das schon schwer schlucken.

Taschentuchfaktor
Ja was soll ich sagen, ich bin halt nah am Wasser gebaut. Aber es ist so schön, sich in die Emotionen, die transportiert werden, fallen lassen zu können. So hab ich natürlich wieder geweint, denn zum einen ist da Leah, die kurz davor ist, aus ihrem aufgezwungenen Leben auszubrechen. Und zum anderen Devin, der Dinge miterleben musste, die einfach kaum zu glauben sind.

Erotikfaktor
Es knistert ganz gewaltig zwischen Leah und Devin, und wie sich dieses Knistern aufbaut, und schließlich das Feuer ausbricht, ist wunderschön beschrieben. Die Sexszenen passen perfekt zur Story, sind sinnlich und sehr erotisch, obwohl sie nicht im Vordergrund stehen.

Minisnippet
Devins Lippen sind weicher als erwartet und ich frage mich, wie er wohl schmeckt. Meine Zungenspitze streicht vorsichtig über seine Unterlippe, bittet um Einlass in seinen Mund, zu seiner Zunge. Doch stattdessen erklingt ein dunkles, tiefes Knurren aus seiner Kehle, was mich augenblicklich innehalten lässt. Irgendwas war hier nicht in Ordnung, das spüre ich sofort. Dieses Geräusch, Devins aufeinander gedrückte Lippen, seine Hände, die nicht wie erwartet auf meinem Körper liegen, alles ein eindeutiges Indiz dafür, dass ich zu weit gegangen bin. Beschämt und mit hochroten Wangen rücke ich von ihm ab. In diesem Moment fühle ich mich unendlich dämlich und möchte nur noch weg. Himmel, ich bin eine erwachsene Frau, nur warum zum Teufel verhalte ich mich wie ein hormongesteuertes Teenagergirlie. Ich springe auf, möchte mich an Devin, der nun ebenfalls steht und mir den Weg versperrt, vorbei drücken.
„Du küsst mich?“ Seine Stimme klingt nicht besonders erfreut darüber. Ich will ihn nicht ansehen, möchte nicht, dass er meine feuerroten Wangen, die vor Scham glühen, sieht: „Ich wollte dich trösten.“
„Indem du mich küsst?“, so wie er das sagt, hört es sich verdammt bescheuert an. Und genauso fühle ich mich.
„Ja, ich weiß, es war eine blöde Idee“, ich achte nicht auf seine vor der Brust verschränkten Arme, achte nicht auf die seine Augen, die mich eindringlich mustern und schiebe mich an ihm vorbei. Dabei achte ich genauestens darauf ihn unter keinen Umständen zu berühren. Viel lieber würde ich ins kalte Wasser fallen. Das lässt er nicht zu, tritt ein wenig beiseite, um mir den Weg frei zu machen. Jetzt davon laufen ist albern und doch lässt mich jeder weitere Moment mit ihm noch unreifer vorkommen. Ich spüre seine Blicke auf mir, als ich mich vom Ufer entferne und auf das Gestrüpp zugehe. Ich muss hier weg, und zwar schnell.

Fazit:
Ein emotionsgeladener, wunderschöner Liebesroman mit einem heißen Bad Boy, der seinem Ruf wirklich gerecht wird. Dana Summer hat die Mischung aus emotionsgeladener Spannung und romantischer Liebesgeschichte genau erwischt und hat mir so einige wunderbare Lesestunden bereitet. Ich liebe Protagonisten und die Geschichte um Devin und Leah, denn sie beweist, wie wichtig es ist, sich nicht von Vorurteilen leiten zu lassen, denn meist ist nichts so, wie es scheint. Kauft das Buch, lest es und ich bin mir sicher, ihr werden die Beiden genauso lieben wie ich <3.


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