Rezension „Miss Taken (Miss Match)“ von Laurelin McGee

Cover
Passend vom Stil zu Teil 1 reiht sich das Cover ein und führt daher zu einem Wiedererkennungswert der Miss Match Reihe. Auch hier werden die abgebildeten Personen durch die Unterbrechung des Bildes in den Hintergrund gedrängt, was die Aufmerksamkeit auf das Cover erhöht.

Prota
Das Blind Date mit Blake Donovan verlief alles andere als gut für Jaylene. Hier in diesem zweiten Teil erfahren wir aus Jays Sicht, wie sich der arrogante Millionär geschlagen hat. Zum Glück hält der Ärger nicht lange. Jay hat ein Auge auf den geheimnisvollen und gutaussehenden Nachbarn Noah geworfen. Jedoch hakt es an einer Sache, die Jay so nicht versteht. Wie kann eine starke, selbstbewusste und emanzipierte Frau, sich von einem Mann dominieren lassen. Und warum ist Noah dem so positiv eingestellt, vertritt auch noch die Meinung, die in so vielen Romanen beschrieben werden? Das will so gar nicht in Jays Kopf. Und schon ist die Neugierde geweckt.

Schreibe
Ein lockerer, humorvoller Schreibstil lässt den Leser sofort in die Story eintauchen. Die Charaktere sind wundervoll beschrieben, mit ihren kleinen Macken und Marotten.

Spannung
Viele Überraschungen werden nicht geboten. Lediglich der geheimnisvolle Nachbar lässt Platz für Spekulationen. Jedoch finde ich, muss es in dieser Novella gar nicht mehr sein. Es hat gereicht, um der Geschichte ein Gesicht zu geben.

Erotikfaktor
Emotional und sinnlich anregende Momente werden schön beschrieben.

Minisnippet
… Das hübsche Gesicht blinzelte nun. Zweimal. „Hm. Wow. Also erst mal, was ist denn eine Basic Bitch?“
„Du kennst den Typ. Frauen, die aus voller Überzeugung absoluter Durchschnitt sind. Die Sorte, die auf einer Achtzigerjahre-Party eine Schnute für ihre Instagram-Seite zieht, während sie alle ignoriert, die sich auf besagter Party befinden. Diese Frauen sind weder besonders schlau, noch interessieren sie sich für andere Menschen, fordern aber eine Menge Aufmerksamkeit.“
„Das ist ja ein ganz schön hartes Urteil für jemanden, der sich selbst als Feministin bezeichnet.“ …
… Er atmete hörbar aus. Als er weitersprach, schien er ruhiger. „Aber wenn es im gegenseitigen Einverständnis geschieht … wenn ein Mann und eine Frau sich einig sind, wenn sei einfach ihrer üblichen, kulturell akzeptierten Geschlechterrollen aufgeben und eine besondere Art von Sex genießen wollen, dann sollten sie sich deswegen nicht schuldig fühlen müssen oder von Leuten wie dir verurteilt werden.“
„Warum nimmst du das das so persönlich?“ …

Fazit
In Teil 2 der Miss Match Reihe geht es um Jaylene und den geheimnisvollen Nachbarn Noah. Sie, die Lehrerin und überzeugte Feministin, lernt, dass Frau ihrem Mann stehen kann und dennoch sich in anderen Bereichen völlig hingeben kann, ohne ihr Gesicht zu verlieren.
Es ist eine nette Geschichte, dir für eine gute Unterhaltung am Nachmittag sorgt. An einigen Stellen hätte diese durchaus Potential, mehr zu überzeugen. Für dieses nette Spin Off um die selbstbewusste Feministin aus Teil 1 gibt es 4 Sterne.


Rezension „Miss Taken (Miss Match)“ von Laurelin McGee


 

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