Rezension Redwood Love Es beginnt mit einem Blick (Band 1) von Kelly Moran

Cover
Das Cover ist wunderschön gestaltet und konnte sofort mein Interesse wecken. Die Holzoptik als Hintergrund in Verbindung mit den vielen Polaroid-Fotos, die verschiedene landschaftliche und menschliche Momente einfangen, passt einfach klasse zur idyllischen Kleinstadt Redwood.

Protas
Avery Stowe wagt nach einer lieblosen und gescheiterten Ehe einen Neuanfang in Redwood. Für ihre autistische Tochter Hailey ist sie die Löwenmutter und beweist des Öfteren Stärke und Mut, denn ein behindertes Kind stößt bei der Gesellschaft nicht immer auf Verständnis. In der Tierarztpraxis der O’Gradys zeigt Avery ihr Organisationstalent und sorgt für frischen Wind. Sie ist eine selbstständige Frau, die es nicht gewohnt ist, Menschen zu vertrauen und Hilfe anzunehmen. Als Frau ist sie auf der anderen Seite aber auch sehr unsicher, zu tief sitzen die negativen Erfahrungen mit ihrem Exmann.

Cade O’Grady betreibt mit seinen zwei Brüdern eine Tierarztpraxis in Redwood. Er ist attraktiv, charmant, humorvoll und hilfsbereit. Ist Menschen offen gegenüber, liebt Tiere und kann auch mit Kindern gut umgehen. Ein Traummann, der bei den Damen für Begeisterungsstürme sorgt. Der Ruf eines Playboys eilt ihm voraus, da er nie ernste und längere Beziehungen eingeht. Doch Cade ist ein Goodboy und sein Desinteresse an der Liebe, hat einen triftigen Grund. Als dann Avery und Hailey in sein Leben schneien, ist von dem flatterhaften Junggesellen nicht mehr viel übrig.

Schreibe & Inhalt
Als ich zum ersten Mal von Redwood Love gehört habe, war klar, dass ich diese Reihe lesen muss. Ich habe ein Buch zum Entspannen und Wohlfühlen erwartet, und genau das habe ich auch bekommen. Die Autorin hat einen sehr flüssigen und lockeren Schreibstil, der mit viel Gefühl, Herzlichkeit und Humor gespickt ist. Die Örtlichkeiten in Redwood kann man sich sehr gut vorstellen und die detaillierten Beschreibungen zaubern eine heimelige Atmosphäre. Dies gelingt ihr auch wunderbar in der Tierarztpraxis. Ärzte, Helfer und Tiere werden teilweise so süß und schrullig dargestellt, dass man immer wieder einen Lachkrampf bekommt. Die inneren „Gespräche“ zwischen Mensch und Tier entlocken wirklich jedem ein Schmunzeln. Redwood Love ist, wie der Name schon sagt, eine Liebesgeschichte. Dennoch sind in diesem Buch auch kritische Themen zu finden, wie zum Beispiel das Handicap von Hailey. Es hat mir sehr gefallen, wie viel Herzblut die Autorin in die Darstellung des Mädchens gesteckt hat. Hier sind zuckersüße Momente, aber auch Momente zum Nachdenken vorhanden. Avery und Cade waren mir von Anfang an sympathisch. Ein dramatischer Zwischenfall bringt sie zusammen und erstmal bekommen sie von dem jeweils anderen einen völlig falschen Eindruck. Als sich das Missverständnis aufklärt, entwickeln sich langsam tiefere Gefühle, die beide in ein Chaos stürzen, denn eigentlich sind sie ja nicht auf der Suche nach Liebe. Ja eigentlich, aber das Leben geht bekanntlich seinen eigenen Weg. Es ist ein Auf und Ab zwischen Angst, Verzweiflung, Unsicherheit und Hoffnung. Die Bewohner von Redwood mischen natürlich gehörig mit und planen am ersten Tag schon praktisch die Hochzeit. Aber alles zu seiner Zeit. Erstmal müssen Avery und Cade ihre Altlasten beiseite räumen, sich besser kennenlernen und es schaffen, einander zu vertrauen. Dies beschreibt die Autorin auf so unterhaltsame und liebenswerte Weise, dass man als Leser am liebsten selbst nach Redwood ziehen möchte.

Spannungsbogen
Die Handlung ist natürlich größtenteils vorhersehbar, aber dennoch werden einige dramatische Wendungen eingebettet, die die Spannung in die Höhe treiben. Die Charaktere sind so einzigartig und herzerwärmend, dass man quasi nonstop gefesselt ist.

Taschentuchfaktor
Das Buch hält viele emotionale und berührende Momente bereit, die das Leserherz zum Schmelzen bringen. Cade geht mit Hailey so wundervoll um und die Reaktionen von Avery drauf, sind einfach nur bezaubernd. Avery erfährt in Redwood so viel Liebe, Hilfsbereitschaft und Zuneigung, dass ich als Leserin wirklich mit den Tränen zu kämpfen hatte.

Erotikfaktor
Zwischen Avery und Cade wird es zum einen sehr romantisch und gefühlvoll. Da fliegen die Schmetterlinge im Bauch nur so um die Wette. Auf der anderen Seite wird es natürlich auch mehr als heiß. Die Erotik ist locker und direkt, aber nicht zu explizit. Freiraum für die eigene Fantasie bleibt hier also definitiv.

Zitat
„Tatsache: Du bist so schön, dass ich kaum atmen kann, wenn ich dich zu lange ansehe. Tatsache: Ich war eifersüchtig auf einen Schwulen, weil Brent heute Abend mehr Zeit mit dir auf der Tanzfläche verbracht hat als ich. Tatsache: Ich begehre dich so sehr, dass es weh tut.“

Fazit:
Mit „Redwood Love – Es beginnt mit einem Blick“ ist ein fantastischer Reihenauftakt gelungen. Es ist einfach unmöglich, sich dieser heimeligen Kleinstadtidylle zu entziehen. Die Protagonisten sind mit viel Liebe, Wärme und Charme gezeichnet, genauso wie die restlichen Bewohner von Redwood. Humor und Schrulligkeit wird in diesem Buch ganz groß geschrieben. Wenn sich zwei Menschen verlieben ist die komplette Stadt involviert, Privatsphäre ist ein Fremdwort. Dafür bekommt man aber auch Hilfsbereitschaft und das Gefühl von Zugehörigkeit tausendfach zurück. Eine wunderschöne und außergewöhnliche Liebesgeschichte, die ich nur jedem empfehlen kann!


„Redwood Love – Es beginnt mit einem Blick (Band 1)“ von Kelly Moran


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