REZENSION Endgame Buch 2 Der Springer von Skye Warren

Cover
Das Cover von Teil 2 ist natürlich perfekt auf den Vorgängerband abgestimmt. Pure Verführung trifft auf süße Unschuld. Die schwarzweiße Fotografie im Zusammenspiel mit den roten Schuhen und dem goldenen Buchtitel verleihen dem Design gleichermaßen Eleganz, Niveau und Schlichtheit. Ein wunderschönes und ansprechendes Gesamtbild.

Protas
Avery hat in kürzester Zeit nahezu alles verloren. Ihren guten Ruf, ihren Stolz, ihre Unschuld und jetzt auch noch ihr geliebtes Zuhause, das letzte, was ihr von ihrer verstorbenen Mutter geblieben ist. Nachdem sie von Gabriel mit einem gebrochenen Herzen vor die Tür gesetzt wird, landet sie in einem schäbigen Motel, lauscht in ihren schlaflosen Nächten einer Prostituierten, wie sie ihre Kunden lautstark bedient, und versucht eine Lösung für ihre Misere zu finden. Avery ist fest dazu entschlossen, das Haus ihrer Mutter wiederzubekommen. Auch wenn das bedeutet, dass sie wieder in die verführerischen Fänge von Gabriel gerät.

Schreibe & Inhalt
Band 1 hat mich bereits vollkommen begeistert und letztlich mit vielen Fragezeichen im Kopf zurückgelassen. Diese grandiose Story lebt nicht von viel Gewalt und Sex, sondern von der intensiven Spannung und der elektrisierenden Anziehung zwischen Gabriel und Avery. Während Avery alles in ihrer Macht Stehende tut, um ihr Haus zurückzubekommen, spielt Gabriel seine üblichen Spielchen und sorgt für eine Menge Verwirrung. Seine wahren Beweggründe bleiben weiterhin im Dunkeln. Ist Avery in seinen Racheplänen lediglich ein Mittel zum Zweck oder hegt er ehrliches Interesse an ihr? Im Laufe der Handlung wird klar, dass Avery noch einen viel gefährlicheren Gegner hat, als Gabriel es je sein könnte. Avery entdeckt das Tagebuch ihrer Mutter und schockierende Details über ihr Leben und ihren Tod werden offenbart. Zu Beginn erscheint Gabriel kalt und rücksichtslos, doch als die Geschichte voranschreitet, dürfen wir eine völlig neue Seite an ihm kennenlernen. Sein süßes, aufmerksames und beschützendes Verhalten mochte ich sehr. Avery fiel mir vor allem durch ihre Entschlossenheit und Stärke positiv auf, obwohl ich mir gewünscht hätte, dass sie manchmal ihre Naivität ablegt und zur richtigen Zeit die richtigen Fragen stellt. Dieser zweite Teil räumt den Nebencharakteren, wie zum Beispiel Averys bester Freundin und ihrem Ex-Verlobten, eine größere Rolle ein. Dadurch findet zwischen Avery und Gabriel weniger Interaktion statt, als es noch im ersten Band der Fall war. Die Charaktere sind buntgemischt und teilweise so undurchsichtig, dass ein riesengroßer Unterhaltungswert entsteht.

Spannungsbogen
Sobald der Leser ein paar Antworten erhält und langsam glaubt, das Puzzle zusammensetzen zu können, zeigt sich ein unbekannter Gegner, dessen nächste Spielzüge man überhaupt nicht einschätzen kann. Die drohende Gefahr liegt ständig in der Luft und ist doch nicht greifbar. Ein Netz aus etlichen Lügen und Geheimnissen hält die Spannungskurve konstant im oberen Bereich.

Taschentuchfaktor
Avery hat vor allem mit der Frage zu kämpfen, welchen Menschen in ihrem Leben sie wirklich vertrauen kann. Nicht nur Gabriel gibt sich geheimnisvoll und verschlossen, auch engste Familienmitglieder sind Meister darin, unliebsame Angelegenheiten zu vertuschen. Avery ist am Rande der Verzweiflung und dennoch scheint es so, dass die schwerste Herausforderung noch auf sie wartet.

Erotikfaktor
Gabriel und Avery können beide nicht voneinander lassen. Es herrscht eine unterschwellige sexuelle Spannung, die schon fast an Besessenheit grenzt. Besonders Gabriel kann seine Besitzgier kaum verbergen, was eigentlich abschreckend sein sollte, aber ich empfinde es als verdammt sexy. Er strahlt pure Dominanz aus und in Verbindung mit Averys Unerfahrenheit, ist das eine aufregende Mischung.

»Und du bist das Objekt meiner Verkommenheit, das Ziel jedes düsteren Wunschs, die Leinwand, auf der ich malen möchte. Ich werde mich erst zufriedengeben, wenn ich jeden Quadratzentimeter von dir markiert habe, innerlich und äußerlich.«
Ein schweres Schlucken. »Warum hast du mich dann gehen lassen?«
»Ach, kleine Jungfrau«, sagt er zärtlich, »damit ich dich jagen kann.«

Fazit:
„Endgame: Der Springer“ steht seinem Vorgänger in nichts nach, in puncto Spannung wurde sogar noch eine enorme Schippe draufgelegt. Die Autorin hat mich sprichwörtlich am Haken und ich freue mich wahnsinnig auf das Finale. Wer geheimnisvolle, düstere und emotionsgeladene Liebesgeschichten mag, dem kann ich diese Trilogie nur wärmstens empfehlen!



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