Rezension Touch of Feathers von Linda Mignani

Cover
Das Cover strahlt einen förmlich an. Im Mittelpunkt steht ein sexy, sinnliches Pärchen in inniger Pose, umgeben von einer atemberaubenden und idyllischen Insellandschaft. Das Bild hat etwas Magisches und Geheimnisvolles an sich, man wird regelrecht verzaubert. Die Farbkomposition aus dunkel und hell ist sehr passend gewählt, denn die Protagonistin Moira geht ebenfalls aus der Dunkelheit ihres Lebens ins gleißende Licht. Demnach ist das Cover für mich ein perfektes Sinnbild der ganzen Story.

Protas
Moira McGallagher hat seitdem sie auf die Master des Federzirkels getroffen ist, Fantasien und Sehnsüchte die nur das Spiel um Dominanz und Unterwerfung stillen können. Ihre Erlebnisse aus der Vergangenheit verdammen sie aber zu einem unerfüllten Dasein. Es ist für sie unmöglich, sich einem Mann völlig hinzugeben und loszulassen. Ihre Freundin Iris ahnt aber schon lange, dass sie dieses Verlangen in sich trägt. Durch Iris erhält Moira die Chance eine Vernissage auf der „Insel“ zu organisieren. Natürlich nicht wissend, dass es sich hierbei um einen exklusiven BDSM-Club handelt. Als sie auf der Insel eintrifft, erhält sie keine Möglichkeit zur Flucht und muss sich ihren Dämonen stellen, die sie jahrelang unter Verschluss gehalten hat.

Alexander Waters, Master und Mitbegründer der Insel, hatte mit seiner letzten Partnerin kein Glück. Sie war durch und durch Vanilla und konnte der BDSM-Spielart absolut nichts abgewinnen und hat Alexander für diese Neigung sogar verabscheut. Seitdem fühlt er sich ruhelos und giert nach einer neuen Aufgabe, einer Herausforderung. Da kommt der Sonderauftrag des Federzirkels wie gerufen, er soll hinter Moiras Geheimnis kommen und sie zwingen ihre sexuellen Wünsche zu offenbaren. Alexander hat aber nicht damit gerechnet, dass Moira ihm mit einem einzigen Blick unter die Haut geht. Wird es ihm gelingen, sie lustvoll zu unterwerfen und ihre Hingabe einzufordern?

Schreibe & Inhalt
Ich bin sozusagen Federzirkel-Fan der ersten Stunde und habe auch die Insel-Reihe begeistert verfolgt. Auf die Veröffentlichung des Crossovers habe ich sehnsüchtig gewartet und meine Erwartungen wurden weit übertroffen. Wir bekommen die geballte Ladung der heißbegehrten Master zu spüren, und das ist einfach nur großartig. Es ist immer wieder schön, liebgewordene Charaktere aus anderen Bänden wiederzutreffen und in Erinnerungen zu schwelgen. Nicht nur die Master, sondern auch ihre Schiavias sind zu einer Familie geworden, zu der ich immer gerne zurückkehre. So erging es mir nun auch mit Moira und Alexander, beide sind so sympathisch und besonders. Alexander ist mit seiner dominanten und frechen Art einfach zum Niederknien und Moira habe ich wegen ihrem verletzlichen, aber gleichzeitig kämpferischen Naturell sofort ins Herz geschlossen. Die beiden sind füreinander geschaffen, und das spürt man auf jeder Seite.  Dazu trägt natürlich der gefühlvolle Schreibstil der Autorin bei, mit Witz und Charme schafft sie es, den Leser für sich brennen zu lassen. Ich persönlich hoffe, dass beide BDSM-Reihen endlos weitergehen, denn ich kann nicht genug von diesen wundervollen Liebespaaren bekommen, die ihre geheimen, erotischen Fantasien in die Tat umsetzen.

Spannungsbogen
Schon allein der fesselnde Prolog holt den Leser ab. Es wird direkt klar, dass eine tiefgründige und ergreifende Handlung bevorsteht. Schreckliche Erlebnisse müssen aufgearbeitet werden und tiefsitzende Ängste und Handlungsweisen müssen abgelegt werden. Moiras Leben wird komplett auf den Kopf gestellt. Die aufkeimenden Gefühle zwischen Alexander und Moira sorgen für weitere Verwirrung. Man steht ständig unter Hochspannung, egal ob diese erotischer oder herzzerreißender Natur ist.

Taschentuchfaktor
Moira möchte sich natürlich von ihrer furchtbaren Vergangenheit befreien, aber das geht nicht ohne Probleme vonstatten. Körperlicher und seelischer Schmerz muss durchgestanden werden, bevor es zur eigentlichen Heilung kommen kann. In vielen Momenten hatte ich Gänsehaut und Tränen in den Augen. Es wird alles so bildhaft beschrieben, dass es mich total mitgerissen hat. Es war grausam und schön zugleich.

Erotikfaktor
Alexander gelingt es mit sehr viel Einfühlungsvermögen, Moiras Schutzmauern einzubrechen, und ihr wahres Ich ans Tageslicht zu befördern. Langsam und respektvoll entführt er sie in die Welt des BDSM. Die erotischen Szenen sind niveau- und fantasievoll, überzeugen mit ihren besonderen Details und einem faszinierenden Master, der nicht von dieser Welt ist.
Den Soft-BDSM hat die Autorin für mich perfektioniert, denn nach so vielen erschienenen Büchern, geht der Reiz trotzdem nicht verloren. Es bleibt prickelnd, überraschend und dramatisch.

Minisnippet
„Du bist geschickt, Master. Ich verstehe, was du mir mitteilst, obwohl du es nicht ausgesprochen hast.“

„Learning by doing ist die effektivere Methode.“

„Ich möchte dich jetzt waschen. Möchte meine Hände über diesen genialen Körper gleiten lassen, um dich besser kennenzulernen.“

„Dann tu es, Irish. Ich bin ganz dein.“

Sie nahm sich vom Duschgel aus dem Spender, der an der Wand angebracht war, und musste sich wirklich zügeln, nicht mit seinem Geschlecht anzufangen. Stattdessen suchte sie sich die Körperstelle aus, die ihr für den Anfang am unverfänglichsten erschien. Sie wusch seinen Bauch.

„Du bist süß, weißt du das eigentlich?“

„Süß wie Honig oder süß wie der Apfel aus dem Paradies?“

„Warum nicht beides? Sünde schließt Unschuld nicht aus, Moira.“

Sie glitt mit den Händen höher, um seinen Brustkorb zu waschen. Mit den Daumen strich sie über seine Brustwarzen, die auf der Stelle hart wurden.

Fazit:
Ein überaus mitreißendes Crossover der beiden BDSM-Serien. Eine schicksalshafte Begegnung die mit schwerwiegenden Problemen behaftet ist. Diese werden auf die ganz spezielle „Linda Mignani“-Art aus der Welt geschafft. Mit heißer Erotik, witzigen Wortgefechten und ergreifenderen Tränenmomenten. Alexander und Moira vergöttere ich genauso wie alle anderen bekannten Paare. Ich muss es einfach betonen, der Federzirkel und die Insel sind großartige Buchreihen, die ich nur jedem empfehlen kann, der in irgendeiner Form für Erotik zu haben ist.
Unbedingt lesen!!! Ich vergebe volle 5 von 5 Sternen und freue mich auf Nachschub.


„Touch of Feathers“ von Linda Mignani


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