Rezension „Mind Games“ von Tomasz Bordemé

Cover
Das Cover mit dem abgebildeten Sixpack packt. Es zeigt nicht zu viel und lässt dem Leser/Leserin genug Raum, hier noch ihre eigene Fantasievorstellung ins Spiel zu bringen und sich auf die schmutzigen heißen Gedanken des Herrn Bordemé einzulassen. Ich finde es super gelungen, da auch das Farbspiel, des sehr düster gehaltenen Cover absolut zum Verbotenen, den Mind Games des Drexler passen.

Prota
Fucking Bro Drexler! Dieser Prota ist schon ein Unikat. Follower und Liebhaber des Blogs von Hr. Bordemé kamen schon im Laufe der Zeit in den Genuss, einige seiner Erlebnisse nachzulesen. Jetzt, in zusammenhängender Form, nimmt uns der Autor mit in seine – Drexlers – Gedankenwelt. Erlebnisse werden zu Erlebten und der Leser zum Mitwissenden seiner Anekdoten.

Schreibe
Auf freche, frivole und teilweise sehr anzügliche Art beschreibt der Autor hier die Geschichte des Ben Drexler. In Anlehnung einer Tagebuchform, jedoch nicht mit Datum versehen, sondern in nach Frauen gegliederten Kapiteln, dürfen wir den Protagonisten in den verschiedensten Lebensabschnittsphasen begleiten.
Angefangen schon im Vorwort, wo der Leser direkt angesprochen wird, wird er auch immer wieder in den einzelnen Kapiteln mit einbezogen.  Das macht eine gute Mischung des Schreibstiles aus und wirkt zudem sehr lebendig, ohne langweilig zu werden.

Spannung
In diesem Falle würde ich von einem zeitlichen Aufbau der Story gehen. Angefangen als junger Erwachsener bis hin zum Mann. Das Kopfkino startet, der Leser wird zum Voyeur des Hr. Drexler. Die Art und Weise, wie er im Laufe der Jahre die Frauen, seine Spielgefährtinnen, sieht, ändert sich, genauso seine Leidenschaft ihnen gegenüber, die eine Erfahrung und ein Älterwerden nach sich zieht.

Taschentuch
Ja, das benötigt man auf jeden Fall. Wer hier zum Schluss auf dem Trockenen sitzt, hat noch nicht genug gelitten.

Erotik
Hart. Detailliert. Extrem. Ja, dieses Buch ist nichts für Zartbesaitete. Es werden explizite Szenen beschrieben, ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen. Für die Leserinnen, die Drexler und seine Art mögen, da wird kein Höschen lange trocken bleiben. Es regt an, definitiv.

Minisnippet

… »Total verrückt«, sagte sie, »dass wir so lange gewartet haben.«
»Ja, stimmt. Du hast drauf gewartet, dass ich dich an den Haaren in meine Höhle zerre und über den Tisch schmeiße, und …«
»So ungefähr. Und du darauf, dass ich auf die Knie gehe, unter dem Tisch zu dir krabbele und …«
»Ja, das waren unter anderem meine Gedanken.« …

… Bis dahin war ich davon ausgegangen, dass sie nur eine gute Freundin war, und zwar mit einem verdammt süßen Arsch. Nun war sie auf einmal eine Freundin, die ich an diesem Abend flachzulegen gedachte. Und eine Freundin, in die ich mich verknallt hatte. Aber sollte mich das daran hindern, sie flachzulegen? Wohl kaum! …

Fazit
Sexy Häppchen, welche uns Hr. Bordemé hier zum Schmachten vorlegt. Es passt absolut zu den Gedankenspielen, den Mind Games. Egal, ob inspiriert durch das Buch oder die Eigenen.

Durch seine freche Art, sein Leben in einigen Abschnitten den Leser mitzuteilen, erleben wir einen Drexler, der es in sich hat. Es sind zwar Kurzgeschichten, jedoch durch die Durchgängigkeit eines zeitlich – inhaltlich passenden Faden zum Prota, liest sich dieses Buch eher als Ganzes.
Es berührt, konfrontiert und wird auf jeden Fall für hitzige Diskussionen sorgen. Jedoch ist es immer noch mit einer witzigen, humorvollen Art geschrieben, die den Leser, also mich, an einigen Stellen zum Lachen bringt. Fast schon hatte ich das Gefühl, bei einem guten Schoppen Wein, einen tollen Abend einen Schwank aus dem Leben eines Herrn zu hören. Nur, dass hier das geschriebene Wort des Hr. Bordemé zu Drexler nachzulesen ist.

Von mir gibt es daher verdiente 5 von 5 Sternen.


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