Rezension 1001 Date: Roman (amora 2) von Yvonne de Bark

Cover
Das Cover besticht durch seine Schuhe und spricht genau das weibliche Publikum an. Die Assoziation zum Text lässt sich dann beim Lesen heraus erkennen. Es gibt viele Paar Schuhe, doch passen wird immer nur eines perfekt.

Prota
Bea, Mitvierzigerin, Ende 30, Mutter zweier Kinder befindet sich in der Blüte ihres Lebens. Nur eben ohne Mann. Und den möchte sie finden. Dazu behilft sie sich bei Online Portalen, sowie sozialen Medien. Auf der Suche nach einer neuen großen Liebe nimmt sie uns mit, erzählt ihre Anekdoten der Männer, die ihre Dates waren. Wäre da nicht Erik?

Schreibe
Auf eine lockere, freche, nicht immer ernst zu nehmende Art, nimmt die Autorin, den Leser in die Geschichte um Bea mit. Witzige Dialoge, die das ein oder andere Mal zum Schmunzeln anregten, haben das Buch etwas aufgelockert. Jedoch empfand ich die Schreibe eher etwas kühl und oberflächlich. Gespickt wurde das Ganze mit Gedankengängen, die in die Vergangenheit der Protagonistin führten.
Die Kapitel wurden in Ereignisse, ihre Dates, den Männern eingeteilt, was fast schon einer tagebuchähnlichen Aufzeichnung ähnelte.

Spannungsbogen
Eher gemach verlief die Geschichte. Man liest sich durch die Dates, die manchmal etwas unterkühlt rüber kamen. Es gab jetzt keine Ausreißer, die das Herz zum Stolpern brachten oder man das Gefühl hatte, vergessen zu atmen.

Erotikfaktor
Hier habe ich das Gefühl vermisst. Bei mir hat das Buch eher einen kühlen Eindruck hinterlassen.

Taschentuchfaktor
Den gab es definitiv nicht. Ich glaube auch kaum, dass es die Autorin darauf angelegt hatte. Wäre jetzt vom Thema her und Klappentext auch nicht angedacht gewesen.

Snippets
… Ich hatte eine wilde Zeit damals. Bis ich Marius kennenlernte. Dann wurde ich brav. Aber ein Wildpferd kann man nicht einfach einsperren. Man kann es eine Zeit lang zähmen, aber wenn es den Geruch der freien Wildbahn wittert, dann bricht seine wahre Natur aus ihm heraus.  …
… „Na ja, also, wenn sich ein Mann vor mir in einem Restaurant einen unter der Tischkante abrubbelt, dann merke ich das schon. JEDER merkt das“, lachte ich, „Was meinst du, warum die Bedienung dir dieses kleine Handhygienetüchlein gebracht hat?“ … Entrüstet verteidigte er sich: „Ich hab mir keinen ‚abgerubbelt´, was denkst DU denn?“
„Sondern?“, hakte ich ungläubig nach. …, kramte er in seiner Hosentasche. Als er seine Hand wieder hervorzug, hielt er einen Ehering zwischen den Fingern. ….

…“Der Liebe zu begegnen, ohne sie zu suchen, ist der einzige Weg, sie zu finden. Erik“

Fazit
Das Buch ist zwar nett geschrieben und kann ein paar angenehme Lesestunden bereiten. Jedoch, wer sich auf den Klappentext verlässt und eine schöne Liebesgeschichte erwartet, der wird enttäuscht. Auch wenn es angedeutet wird, dann scheitert es an der emotionalen Umsetzung. Die Protagonistin wurde letztendlich als eine Frau auf der Suche nach Befriedigung ihrer niederen Instinkte beschrieben, ohne Herz und manchmal in meinen Augen auch ohne Verstand.  Schade. Leider konnte mich das Buch nicht überzeugen. Ich hätte gerne mehr als 3 Sterne vergeben.


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