Rezension „Wicked sexy Liar – Weil ich dich begehre“ von Christina Lauren

Cover
Das Cover entspricht völlig dem Stil von Christina Lauren. Durch die Gestaltung hat es Wiedererkennungswert, auch wenn es eher schlicht gehalten wird.

Protas
Luke ist ein Sunnyboy, der sein Leben in vollen Zügen genießt. Gesegnet mit einem tollen Aussehen hat er die Qual der Wahl bei der Frauenauswahl und ist somit kein Kostverächter. Er ist kein Mann für eine Beziehung, nicht mehr. Er hat vor langer Zeit sein Herz verschenkt, aber den Ausgang hat er bis heute nicht ganz überwunden.  Aber eine schicksalshafte Begegnung zwingt ihn zum Umdenken, und er hat keine Chance sich dagegen zu wehren.

London liebt ihr Leben und genießt jeden Aspekt davon in vollen Zügen. Ihr Abitur bereits in der Tasche, geht sie trotzdem einen anderen Weg. Surfen, ein lockerer Job in einer Bar und die Tatsache, ihre Zeit mehr oder weniger frei einteilen zu können,  macht sie zu einem glücklichen Menschen. Von Männern hält sie sich fern, denn die Erfahrungen, die sie gemacht hat, sind alles andere als gut gelaufen.

Schreibe & Inhalt
Ich liebe den Schreibstil von Christina Lauren. Er besticht durch witzige Dialoge, knisternde Erotik und vor allem haucht sie ihren Geschichten immer einen besonderen Zauber ein. Es macht Spaß, in ihre Bücher abzutauchen und ich wurde auch in Wicked sexy Liar nicht enttäuscht.

London lässt sich prinzipiell nicht auf One Night Stands ein. Aber als sie Luke trifft, wird sie von purer Leidenschaft gepackt und so lässt sie sich auf eine gemeinsame Nacht ein. Sie merkt schnell, dass sie eine von vielen ist, und Luke niemals einer Frau gehören wird. Und genau diese Tatsache bringt ihr immer wieder in Erinnerung, keinen Mann je wieder ihr Vertrauen zu schenken. Luke ist hartnäckiger als gedacht, und zeigt ihr immer wieder sein Interesse. Für London wird es immer schwerer, Luke nicht in ihr Herz zu lassen. Aber als sie erfährt, wer er tatsächlich ist, muss sie ihr Herz wieder völlig verschließen.

Spannungsbogen
Ein Auf und Ab der Gefühle, das mich beim Lesen ganz schön auf Trapp gehalten hat. Die Geschichte der Beiden ist einfach wunderschön. Voller Zweifel und Ängste, die aus dem Weg geräumt werden müssen. Es ist toll, das hautnah und so real miterleben zu können und zu sehen, was tiefe Zuneigung alles bewirken kann.

Taschentuchfaktor
Ja manchmal musste ich blinzeln, aber so wirklich notwendig waren Taschentücher diesmal nicht.

Erotikfaktor
Es ist heiß, sogar wahnsinnig heiß. Denn obwohl die Leidenschaft zwischen Luke und London brodelt, ist ein Hingeben, so wie es sich vielleicht insgeheim wünschen, nicht möglich. Die beschriebenen Sexszenen fügen sich toll in die Story ein und sind mega erotisch, und somit ganz im Stile von Christina Lauren.

Minisnippet
Ich drehe mich um und erblicke die Kellnerin, die mit dem Rücken zu mir steht und gerade etwas auf ihre Block notiert. Ihr weizenblonder Pferdeschwanz streift ihre Schulter, als sie sich aufrichtet, tief Luft holt und sich den Stift hinters Ohr klemmt. Als sie sich uns umdreht – Ihr Lächeln wirkt wie aufgeklebt -, rutscht mir urplötzlich das Herz in die Hose.
„Zwei Rubination also. Kann ich sonst noch was bringen?“ Ihre Grübchen vertiefen sich, als sie schluckt.
Schweigen senkt sich über den Tisch, während ich mich fühle, als wäre mein Herz bereits unter den Stuhl gesackt.
London. London ist unsere Kellnerin.
Wir sehen uns an, doch ihrem Blick ist absolut nichts zu entnehmen. Ich weiß nicht, ob sie etwas mitbekommen hat, und falls ja, wie viel. Hat sie den Teil aufgeschnappt, in dem es um meine angebliche Vorliebe für weibliche Barkeeper ging? Hat sie sie mitgekriegt, was Daniel gesagt hat? Und – Scheiße – hat sie mich womöglich lachen gehört?
„Das war´s erst mal“, bringt Daniel krächzend hervor. London lächelt, nickt und geht zum Tresen zurück. Daniel prustet los und zieht eine Grimasse, „Oops!“
„Mannomann.“ Dylan sieht mich kopfschüttelnd an.
„Wenn sie euch Arschgeigen gehört hat, bin ich echt sauer. London ist ein supernettes Mädchen, und ihr seid echte Wichsnasen.“
„Scheiße“, flüstere ich. „Verdammte Scheiße.“

Fazit:
Wieder ein wunderschöner Roman aus dem Hause von Christina Lauren. Die Autorin weiß einfach, wie sie Leser in Ihren Bann zieht, der so schnell nicht zu durchbrechen ist. Die Geschichte rund um Luke und London ist gespickt mit wunderbaren Emotionen, die einen alles hautnah miterleben lassen. Die Protagonisten sind wahnsinnig sympathisch, und auch die Clique, die wir teilweise schon kennen, hat einen wichtigen Part in der Story. Ich freue mich schon auf den nächsten Lesestoff der Autorin, weil man einfach weiß, worauf man sich freuen darf <3
5 von 5 Sterne, ganz klar 😉


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