Rezension „No Risk, No Love“ von Anya Omah

Cover
Das Cover ist eher schlicht gehalten, macht aber gepaart mit dem Titel enorm neugierig auf das Buch. Die Pose der Protas ist eine Mischung aus Verletzlichkeit und Stolz, ist somit perfekt gewählt, denn sowohl das eine, als auch das andere, könnte den beiden im Weg stehen.

Protas
Olivia Donovan musste alles hinter sich lassen. Wieder einmal. Verzweifelt sucht sie nach einem Ort, an dem sich das Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit wieder einstellt. Ihr Vorhaben erweist sich schwieriger als gedacht, vor allem dann, als ein von oben bis unten tätowierter Bad Boy in ihr Leben platzt.

William Thunder  steht mit beiden Beinen fest im Leben. Dank seinem Engagement und seiner Zielstrebigkeit  ist er Besitzer einen tollen Bar und eines erfolgreichen Fight Clubs. Aber er macht in einer unbedachten Situation einen folgenschweren Fehler, und die daraus resultierenden Schwierigkeiten sind erst der Anfang von etwas ganz Großem.

Schreibe & Inhalt
Anya Omah trifft mit dem Inhalt der Story wieder genau meinen Geschmack. Der moderne und unkomplizierte Schreibstil ist so erfrischend, dass man diese Freude beim Lesen einfach spüren kann. Es macht Spaß, in die Geschichte von William und Olivia einzutauchen, abwechselnd aus beiden Sichtweisen.

Olivia kann ihr Glück kaum fassen, als sie in ihrem frisch vererbten Häuschen einen  mehr als lukrativen Fund macht. Der perfekte Neuanfang. Und dann ist da noch der neue Nachbar William, der ihr ein bisschen von jenem Gefühl vermittelt, dass ihr seid so langer Zeit verwehrt wird. Sicherheit.
Aber ihr Glück verpufft im Nichts, denn Williams Interesse gilt nicht nur Olivia sondern vielmehr jenem Schrank in ihrem Haus, den er als Versteck genutzt hat. Olivia muss enttäuscht feststellen, dass sie auf ihr Bauchgefühl  hätte hören sollen und ahnt nicht, dass William nicht nur ihr Herz in Aufruhr bringt, sondern letztendlich zu jener Person wird, der das letzte Ass im Armel hält, und dafür sogar sein Leben riskiert.

Spannungsbogen
Die Spannung wurde gekonnt gesteigert. Kapitel zu Kapitel. Während man am Anfang den Geschehnissen zwischen William und Olivia folgt rechnet man noch nicht mit der Intensität an spannenden Momenten die auf einen einprasseln, als Olivia von ihrer Vergangenheit eingeholt wird. Genial umgesetzt.

Taschentuchfaktor
Taschentücher waren kaum notwendig. Was nicht heißt dass nicht trotzdem das ein oder andere Tränchen seinen Weg nach draußen gefunden hat. Es gibt einige gefühlvolle, sehr bewegende Momente, in die man sich dank der sehr lebhaften Schreibweise, wunderbar hineinversetzten kann.

Erotikfaktor
Also heilige Sch.i.e, da wünscht man sich fast einen William für sich ganz alleine 😉 Sehr intensive Momente geben dem Buch eine knisternde, sehr erotische Spannung und sorgen für heiße Momente. Wow.

Minisnippet
Ich hatte so gehofft, William im Gym anzutreffen um mich verabschieden zu können. Mit einer Umarmung, einem Kuss. Um mir das Gefühl seiner starken Brust an meiner Wange, seinen fruchtig herben Duft und den Geschmack seiner Lippen einzuprägen. Damit ich davon zehren kann. Aber am meisten hatte ich gehofft, hierbleiben zu können. In Encino. Bei William.
Stattdessen gebe ich mit zittrigen Fingern die Zahlenkombination seines Safes ein.
Weil du hier arbeitest und…weil ich dir vertraue. Oder ist das ein Fehler?, hallen seine Worte in mir nach. Er wird mich hassen, sobald er weiß, dass ich ihn bestohlen habe. Denn ich öffne gerade den Tresor, erkenne den Inhalt aber nur verschwommen. Die Tränen und mein schlechtes Gewissen dränge ich mit aller Macht zurück und entnehme der Geldkasse ein dickes Bündel Scheine. Keine Ahnung, wie viele Dollars das sind. Aber es ist genug, um L.A. und vielleicht auch Kalifornien zu verlassen. Ich kann nicht hierbleiben. Ich kann nicht zulassen, dass William, Ray, Gloria…Menschen, die mir so sehr ans Herz gewachsen sind, meinetwegen in Gefahr geraten.
Nein!
Deshalb bleibt mir gar nichts anderes übrig, als mit diesem Geld zu verschwinden. Der Zweck heiligt die Mittel. Zumindest rede ich mir das unentwegt ein. Genauso, wie ich mir jetzt einrede, dass es eigentlich gut ist, William nicht mehr zu sehen. Gut, weil es mein Herz sonst in Stücke gerissen hätte. So ist es besser. Leichter. Weniger schmerzhaft und…Scheiße!!!

Fazit:
Definitiv ein Buch, das man gelesen haben muss. Ich hab dem Roman lange entgegengefiebert, und meine Erwartungen wurden bei Weitem übertroffen. Der perfekt gewählte Mix aus Spannung, Erotik, aber auch jenen Momenten, in denen die Verzweiflung der Protas spürbar ist, gerät garantiert nicht so schnell in Vergessenheit. Ich war teilweise überwältigt von den handelnden Personen, deren schweren Schicksalen zum Trotz alle Bedenken beiseite legten und füreinander einstanden.  Ein tolles Buch, das definitiv die vollen 5 Sterne verdient hat. Kauft es euch, ihr werdet es lieben <3


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