Rezension „Control of Love: Lass dich fallen“ von Kate Summer

Cover
Sinnlich, feminin und harmonisch. Das Cover gefällt mir – wie schon bei Teil 1 – wirklich gut. Dieses Mal sind die Farben einen Hauch kräftiger, was für mich den Inhalt wiederspiegelt, denn die Story hat eine Menge zu an Drama zu bieten.

Protas
Jonathan hat es geschafft, sich gegenüber Davina zu öffnen, was seinen Kontroll-Zwang in keinerlei Hinsicht mindert. Er will für seine große Liebe sorgen, ihr seine Welt zu Füßen legen, aber schießt dabei nicht nur einmal übers Ziel hinaus.

Während Jonathan tiefe Einblicke in seine Vergangenheit ermöglich hat, ist es für Davina immer noch sehr schwer, über ihre Erlebnisse zu sprechen. Ihre Angst beeinflusst alltägliche Situationen auf negative Art und Weise und macht ihr Zusammenleben nicht unbedingt leichter. Die Angst davor, Jonathan zu verlieren, ist zu groß – denn das ganze Ausmaß ihrer Vergangenheit bleibt ihm weiterhin verborgen.

Schreibe & Inhalt
Ich kann es nicht genau benennen, warum ich mich in Teil 1 mit dem Schreibstil der Autorin nicht immer wohl gefühlt habe. Ich hatte gewisse Probleme, mich auf die Story einzulassen. In Teil 2 ist das völlig anders, denn ich war von dem Buch kaum wegzubekommen 😉

Jonathan und Davina haben einen großen Schritt in ihrer Beziehung gemeistert. Nach den Zugeständnissen von Jonathan ist das Band zwischen den beiden noch enger. Aber ihr Glück ist nur von kurzer Dauer. Davinas Ängste sind allgegenwärtig und lassen sich kaum noch in die Dunkelheit zurück drängen, ebenso wenig wie ihre Vergangenheit. Sie schlittern gemeinsam in eine Richtung, die beide an ihre Grenzen bringt. Manchmal ist Liebe nicht genug, vor allem dann nicht, wenn eine Seele anfängt zu heilen, während die andere unaufhaltsam einen Abgrund ansteuert.

Spannungsbogen
Kurze Rückblicke sorgen dafür, dass die Geschichte von Anfang an spannend ist, – und vor allem – bleibt. Das Buch nimmt eine völlig unvorhersehbare, dramatische Wendung, was mich ein wenig geschockt hat, im positiven Sinne.

Taschentuchfaktor
Es tut richtig gut, wenn man zur Abwechslung einmal keine Taschentücher benötigt – zumindest ging ich bis zur Hälfte des Buches davon aus. Nie wieder ziehe ich voreilige Schlüsse, denn die wurden mit einem Schlag zunichte gemacht. Taschenbücher unbedingt zurecht legen, denn es wird richtig emotional.

Erotikfaktor
Also eines kann man Kate Summer neidlos anerkennen: Sie schreibt hammermäßige Erotik-Szenen. Gefühlsbetont und intensiv, mit genau der richtigen Dosis in Teil 2. Ich bin fast sicher, dass ihre detailreichen Ausführungen kein Höschen trocken lassen 😉

Minisnippet
»Ich kann das nicht mehr«, schluchzte ich. Es nahm einfach kein Ende und mittlerweile hatte ich keine Kraft mehr. Keinen Mut und auch keine Hoffnung mehr.
»Ich kann nicht mehr«, wiederholte ich.
»Schht, du schaffst das, mein Engel. Ich bin bei dir«, versprach Jonathan. Er hockte sich neben mich und strich mir das Haar aus dem Gesicht, wobei er mich betrachtete. »Du darfst nicht aufgeben, Davina.«
Wie gern ich doch stark bleiben wollte, aber nach all den Rückschlägen fiel es mir immer schwerer.
Plötzlich fing ich an zu weinen und sank in mich zusammen, weshalb er mich erst an sich zog und dann auf seine Arme hob. Ich krallte mich an ihm fest, als wäre er mein letzter Halt auf dieser Welt. Mein Anker. Mein Fels in der Brandung.

Fazit:
Eine richtig tolle Fortsetzung der Reihe, die ich wirklich genossen habe. Teil 1 konnte mich ja nicht 100%ig überzeugen, daher bin ich wirklich glücklich über die gelungene Fortsetzung, die mich nun restlos überzeugt hat. Das Verhalten zwischen Davina und Jonathan bleibt zwar intensiv, aber die Art und Weise, wie sie miteinander umgehen, ihre Grenzen neu abstecken, ist Romantik pur. Aber die Geschichte hat auch ihre Schattenseiten, und die kommen in vollem Ausmaß auf uns zu. So intensiv, dass meine Gefühlswelt für einige Lesestunden wirklich in Aufruhr war. 5 von 5 Sterne und oh Mann, ich kann es kaum erwarten, Teil 3 zu lesen.


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