Rezension „The Love of the Devil: Fate“ von Lucy Stern

Cover
Das Cover grenzt schon beinahe an Genialität. Warum? Zum einen ist es die Gestaltung der Farben, die so himmlisch aussehen, und somit das genaue Gegenteil der utopischen Umgebung darstellen, in dem es in dem Buch geht. Zum anderen strahlt es eine beruhigende Ruhe aus. Die Ruhe vor dem Sturm.

Protas
Maxine und Lucifer sind ein eingespieltes Team – in sämtlichen beruflichen Belangen. Privater Natur sieht das allerdings anders aus, denn ihre Beziehung hat sich nicht mehr weiterentwickelt. Zum Leidwesen von Maxine, die sich längst abgewöhnt hat, Ansprüche zu stellen – aber sie ist an einem Punkt angelangt, an dem auch sie manches mal ein klein wenig „mehr“ braucht.

Schreibe & Inhalt
Lucy Stern weiß genau, was ihre Fans von ihr erwarten. Und liefert wieder voll ab. Es ist der Wahnsinn, welch geniale Fortsetzung hier zu Papier gebracht wurde. Man glaubt, es wäre alles erzählt aber oh mein Gott, mit so einer folgenschweren Fortsetzung hab ich nicht gerechnet. Ich hab es gehofft, und ich wurde wieder dermaßen geflasht, dass ich es kaum aushalte, nicht sofort weiterlesen zu können.

Maxine ist an einem Punkt angelangt, an dem sie ihre vor geraumer Zeit getroffenen Entscheidungen mit voller Wucht einholen. Die Vorzüge ihres neuen Zuhauses machen die Abstriche, die sie aufgrund ihrer Partnerwahl hinnehmen muss, längst nicht mehr wett. Sie braucht einen Tapetenwechsel – etwas Luft zu atmen – alleine. Ein folgenschwerer Fehler, der ihr einen Blick in die Zukunft ermöglich. Ein Blick, der massive Auswirkungen mit sich zieht, denn der Wettlauf mit der Zeit beginnt von Neuem. Es müssen Allianzen geschmiedet werden, die niemand für möglich gehalten hätte. Maxine will kämpfen, ihre große Liebe schützen, aber alles was Maxine letztendlich bleibt – ist ein gebrochenes Herz, denn sie wird wieder verraten.

Spannungsbogen
Die Spannung ist nicht auszuhalten. Ich hab das Buch inhaliert. Von Beginn an versucht man, die Zusammenhänge zu erkennen, das Rätsel zu lösen. Aber es ist nicht möglich, da dass letze Puzzleteil lange Zeit verborgen bleibt. Als das ganze Ausmaß der Tragödie ersichtlich wird, hab ich kaum noch geatmet.

Taschentuchfaktor
Klar braucht man Taschentücher, zumal der Hottie von sämtlichen empathischen Empfindungen verschont wurde 😉
Maxine ist so eine starke Frau, die ihr Schicksal annimmt und mit Würde ausfüllt. Aber ums alles ertragen zu können, braucht auch Maxine das Ein oder Andere Zeichen, die ihr seine Zuneigung bekunden. Oftmals wartet sie vergebens.

Erotikfaktor
Die erotische Anziehung zwischen Maxine und L. ist ein wichtiger Bestandteil des Buches. Damit hat es begonnen und dadurch wird ihre Geschichte immer weiter geschrieben. Sein Sexappeal ist eine Waffe – es gibt kein Entkommen, aber auch Maxine hat gelernt, ihre Reize gekonnt einzusetzen. Eine explosive Mischung, die für viele heiße, sehr intensive Momente sorgen.

Minisnippet
„Nun, Kätzchen, du hast jetzt exakt eine einzige Chance, mir zu erklären, was dein Verhalten sollte und weshalb du mich so herausgefordert hast. Du kennst die Regeln. Also solltest du einen guten Grund haben, sonst …“ Maxine erschauerte. Sie liebte es, wenn er diese Drohungen im Raum stehen ließ.
„Sonst was?“, provozierte sie ihn ganz bewusst. „Sonst fic*** du mich so hart, dass ich dich anflehe, es dir beichten zu dürfen?“
Das Lächeln, das er ihr schenkte, zeigte Lucifer in all seinen Facetten. Er war schön, seine Ausstrahlung war dunkel und seine Lippen verheißungsvoll. Lucifer war gefährlich und unzähmbar, man konnte lediglich lernen, an seiner Seite zu überleben. Und eine der ersten Lektionen war, dass man bei jemandem, der so unberechenbar wie er war, nicht mit dem Feuer spielen sollte. Aber genau das tat sie, sogar sehr bewusst. Sie wollte ihn aus der Reserve locken.
„Okay …“, begann er erneut und sein Lächeln wurde böse. „Ich dachte eigentlich, über dieses Stadium des Respekt-Eintrichterns sind wir hinweg, aber wenn du es so haben willst, mir soll es Recht sein. Du hast schon lange nicht mehr darum gebettelt, dass ich dich fi***, holen wir es also nach. Da ich kein Monster bin, wiederhole ich deine Optionen gerne noch einmal: Entweder du erklärst mir vollumfänglich und zu meiner Zufriedenheit, was du hier machst und bezweckst oder…“ Lucifer lachte amüsiert auf und Maxine fürchtete, dass ihr Lächeln bei diesem kleinen Wörtchen ’oder’ bereits vorfreudig und lüstern geworden ist. „Du bist ein wirklich verdorbenes Kätzchen …

Fazit:
Ich danke wem auch immer dafür, dass meine Gebete erhört wurden, und es endlich eine Fortsetzung gibt von Maxine und ihrem Mister X. Und was für eine. Es ist an Spannung kaum zu überbieten. Dieses Gefühl, nicht alles greifen zu können, etwas direkt vor Augen zu haben, aber nicht benennen zu können, ist schon grenzgenial. Sehr interessant ist die Tatsache, dass gewisse Charaktere im Buch ungewohnte Facetten von sich zeigen. Die Vorfreude auf Teil 2 wird dadurch massiv angeheizt.
Zum Ende bleibt nur zu sagen: Die Sadisto-Cats haben wieder zugeschlagen, denn der Cliffi ist einfach ein Witz….
Und trotzdem MUSS man dieses Buch einfach lieben. Die liebenswerten Protas, die unvorhersehbaren Ereignisse und die wunderbar romantische Story, die völlig ohne Romantik auskommen muss, hihi 😉
Wer sich das entgehen lässt, ist selber Schuld. Ich gebe mit Freuden 5 Sterne, obwohl diese Anzahl dem Buch überhaupt nicht gerecht wird <3


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