Rezension „Verliebt und Zugeschneit: Alaska wider Willen“ von Ellen McCoy

Cover
Zu Teil 1 passend ist man dem Stil treu geblieben. In Anlehnung an die Protas und auch der Geschichte wurde dies auf dem Cover umgesetzt. Schöne Idee.

Prota
Sarah, frisch getrennt von ihrem Verlobten beschließt, sie braucht einen Tapetenwechsel. Was eignet sich da besser, als irgendwo hin zufahren, wo Ruhe, Abgeschiedenheit ihr die Möglichkeit gibt, sich zu erden. Das Ziel: Alaska. Wow, vor allem, wo sie aus dem sonnigen Kalifornien kommt. Und das auch noch im Winter, in der Weihnachtszeit, obwohl Sarah mit dem Ganzen überhaupt nichts am Hut hat.
Tom, der den Schmerz der Vergangenheit ertragen muss, wird  diesem immer wieder gerade in der Winter/Weihnachtszeit bewusst.  Er lebt für sich zurückgezogen, um sein geschundenes Herz zu schützen. Aus diesem Grund will er sich auch nicht wieder binden und erfreut sich lieber kurzer Intermezzo.  Isa, seine Tochter, wirbelt mit ihrer offenen Art alles durcheinander. Auch Martha, Toms Schwiegermutter, hat mir ihrem 6. Sinn einen guten Riecher, wenn es um seine Gefühlsangelegenheiten geht.

Schreibe
Mit ihrer warmen, emotionalen Art, gelingt es der Autorin den Protas Leben einzuhauchen, die sie nicht nur menschlich, sondern auch sehr herzlich machen. Wir dürfen die Geschichte aus Sarahs Sicht erleben, aber auch Tom kommt zu Wort. Dieses Wechselspiel beider Protas macht es zu einem schönen Lesefluss.

Spannung
Es ist eine warmherzige Geschichte, die von Anfang an packt. Man will wissen, ob sich das Weihnachts – Wintermärchen erfüllt und vor allem, wie es ausgeht.

Taschentuchfaktor
Es gab einige emotionale Stellen, die berührten. Taschentücher waren jetzt bei mir nicht nötig, muss aber nichts heißen.

Erotikfaktor
Gefühle werden groß geschrieben. Es macht Spaß, den Akteuren beizuwohnen, das Knistern und Kribbeln erleben zu dürfen, die erotische Spannung zu spüren.

Snippet
… >>Manchmal entwickelt sich das Leben in eine Richtung und man schwimmt einfach  mit, lässt sich mitreißen, um irgendwann festzustellen, dass man ganz woanders ist, als man ursprünglich vorgehabt hatte. Manchmal kann das gut sein. Und manchmal eben … nicht.<<
>>Ich habe gewissermaßen die Notbremse gezogen. Und bevor ich wieder einsteige, möchte ich sicher sein, dass der Zug in die richtige Richtung fährt.<<
… Und plötzlich wünschte Sarah sich, sie könnte auch noch an Wunder glauben. Wie viel einfacher wäre das Leben, wenn man seine Sehnsüchte einfach jemandem ins Ohr flüstern und darauf vertrauen könnte, dass sie sich erfüllten. Vorausgesetzt, man kannte seine Wünsche bereits. …
>>Lass mich erkennen, was ich tief in meinem Inneren will. Lass mich Klarheit und den richtigen Weg für mich finden.<< Sie verharrte kurz, als wartete sie auf eine Antwort oder irgendeine andere Reaktion, dann schüttelte sie über sich selbst belustigt den Kopf, drehte sich um und eilte davon. …

>Zu Hause trinke ich kaum etwas ohne Eiswürfel darin. Und bei der Hitze war mir das immer viel zu süß.<< Nachdenklich sah sie ihn an.  >>Vielleicht gibt es für alles einen richtigen Ort und eine richtige Zeit. Den Moment, in den es einfach perfekt hineinpasst. Nirgendwo sonst würde mir dieses Getränk jemals so gut schmecken wie hier, ganz egal, wie sehr ich es auch versuchen sollte.<< Sie biss sich auf die Unterlippe und sprach schnell weiter. >>Für mich ist es untrennbar mit Schnee, Frost und Alaska verbunden.<< Und mit dir, fügte ihr Herz stumm hinzu, auch wenn ihr Verstand sich weigerte, dies laut auszusprechen. …

Fazit
Nachdem mir Band 1 sehr gut gefallen hatte, ja regelrecht ans Herz gewachsen, freute ich mich auf diesen zweiten Teil. Vor allem in der Hoffnung, wie es mit den Protas aus Teil 1 weiter geht. Auch hier gelingt es der Autorin wieder, den Leser in eine Winterwunderwelt eintauchen zu lassen, sich dem Alltag für eine schöne Geschichte zu entziehen.  Dieser zweiter Teil der Alaska Reihe macht einfach nur Lust darauf und bereitet Vorfreude auf die Winterzeit. Vor allem auf einen heißen Kakao á la Tom.

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