Rezension Black Summer 2 von Any Cherubim

Cover
Das Cover ähnelt verständlicherweise jenem von Teil 1, die Farbgestaltung ist viel intensiver, wie das Buch selbst. Aber generell ist das Cover einfach perfekt. Denn die Rolle des Baumes, dessen Bedeutung in der Geschichte noch größer wird, macht mit dem Paar im Hintergrund das Cover zu einem Spiegel der Geschichte.  Auch das Zitat, das zu Teil 2 gehört, ist großartig gewählt und fügt sich toll in die Geschichte ein.

Protas
Mia alias Joy ist am Rande ihrer Kräfte. Die Sorge um ihre kleine Schwester bringt sie fast um den Verstand, und trotzdem entwickelt sie sich zu einer mutigen und willensstarken Frau, der einiges abverlangt wird.

Chris Parker, der wahnsinnig sexy FBI-Agent, muss sich während einer unfreiwilligen Auszeit seinen Gefühlen stellen. Nicht leicht für jemanden, der hinter eine Fassade lebt, die „fast“ niemand zum Einsturz bringen kann.

Schreibe & Inhalt
Ich weiß nicht wo ich anfangen soll, denn meine Begeisterung für diese komplexe, großartige Story, lässt sich kaum im Worte fassen. Any schafft es auch in diesem Teil, das man ab Seite Eins voll und ganz in die Geschichte, die aus Mias Sicht erzählt wird, eintauchen kann.

Mia ist am Rande der Verzweiflung, denn in ihrem „Black Summer“ ist der absolute Worst Case eingetroffen.  Die Sorge um ihre kleine Schwester lässt sie Verzweifeln, und auch die Tatsache, dass ihr der FBI-Agent Chris Parker nicht beistehen kann, setzt ihr mehr zu als sie sich eingestehen will. Noch ahnt sie nicht, welch schrecklichen Dinge sich im Karussell rund um die Machenschaften der „grauen Eminenz“ und ihren Vater abspielen. Die Frage, wer ein falsches Spiel treibt, ist noch nicht beantwortet und die Rollen von Gut und Böse  noch nicht klar definiert. Denn auch Chris Parker scheint Geheimnisse zu haben, die er nicht preisgeben will.

Spannungsbogen
Die Spannung war von Anfang an zum wahnsinnig hoch und kaum zu toppen, meine Fingernägel sind quasi nicht mehr vorhanden. Absolute Aufregung beim Lesen verspüre ich selten, aber dieses Buch hat meinen Pulsschlag definitiv in die Höhe getrieben.

Taschentuchfaktor
Any Cherubim hat dafür gesorgt, dass Taschentücher ein absolutes Muss sind. Einige Situationen haben mich wirklich zum Weinen gebracht. Trauer, Wut, und manches Mal ein bisschen Verzweiflung. Es war alles dabei. Ich bin regelrecht ins Bett geflüchtet, sonst hätte mich mein Mann gefragt ob ich noch alle Latten am Zaun hab 😉

Erotikfaktor
Der Erotikfaktor ist Hammer. Auch wenn Mia und Chris die Finger voneinander lassen wollen, scheint die sexuelle Spannung zwischen den Beiden nicht überwindbar zu sein. Die Sexszenen sind absolut heiß und halten ein Niveau, dass sich sehen lassen kann.

Minisnippet
Sein Blick verdunkelte sich. Sekunden vergingen, in denen wir uns schweigend anstarrten. Seine Nasenflügel blähten sich auf und ich spürte genau, wie er mit seiner Beherrschung rang. Plötzlich trat er näher, so dass wir uns fast berührten. Er war so nah, dass ich seinen Atem schmecken konnte. Unwillkürlich leckte ich mir über die Lippen.
„Jetzt hörst du mir mal zu, Borstenpinsel“, flüsterte er und zwang mich, in seine schokoladenbraune Augen zu schauen. „Ich habe dich aus diesem verdammten Safe House entführt, und ich tat es nicht, weil ich ein guter Junge bin. Okay?“
Ein Schauer fuhr mir den Rücken hinunter. Was wollte er mir damit sagen? Meine Knie wurden weich, als sein Blick zu meinen Lippen wanderte.
„Was soll das heißen?“, wisperte ich und schluckte.
„Dass du ab jetzt meine Gefangene bist und ich mir dir tun und lassen kann, was ich will“, raunte er mir verheißungsvoll zu. „Gefangene“ im Sinn von „eingesperrt“ sein? Ich brauchte nicht zu fragen, ich sah das Feuer in seinen Augen. Das Knistern zwischen uns war mehr als deutlich zu spüren, und die Lust, die ich von Anfang an in seiner Gegenwart gefühlt hatte, war sofort wieder präsent. In Wahrheit sehnte ich mich nach ihm. Die Erinnerung an seine leidenschaftlichen Küsse und das Gefühl, ihn tief in mir zu spüren, schickte heiße Wellen durch meinen Unterleib.

Fazit:
Eine romantischer Thriller, der seines Gleichen sucht. Ich bin hin und weg von der Geschichte, vom Aufbau der Zusammenhänge, von der Tragweite der einzelnen, kleinen Einblicke, die man während der Geschichte bekommt. Und so haben plötzlich ganz banale Dinge, eine ganz große Bedeutung.  Wenn man am Ende einen Blick auf die ganze Story wirft, ist es ein großartiger Romantic-Thrill, der die perfekte Mischung aus Spannung, Erotik und Liebe, aber auch Trauer, vereint.
5 Sterne sind eigentlich zu wenig für dieses tolle Buch, aber es ist nunmal die Höchstanzahl 😉


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